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Warnstreiks in Kitas in ganz Deutschland
Nach einem Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sind am Mittwoch Beschäftigte in Kitas und bei Sozialdiensten in ganz Deutschland in den Warnstreik getreten. Es kam an vielen Orten zu Einschränkungen des Betriebs bis hin zu Schließungen. Verdi begründete den Streikaufruf zum Weltfrauentag damit, dass das Angebot der Arbeitgeber für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen völlig unzureichend sei.
Einer Übersicht von Verdi zufolge gab es in etwa 50 Städten Kundgebungen und Aktionen. So demonstrierten in Dortmund der Gewerkschaft zufolge etwa 1500 Beschäftigte. In Stuttgart wurden mehrere tausend Demonstranten erwartet, dort sollten die meisten der 180 städtischen Kitas auch geschlossen bleiben.
Neben den öffentlichen Protesten bestand der Schwerpunkt der Warnstreiks darin, dass an vielen Orten die Kitas nur im Notdienst arbeiten konnten oder ganz geschlossen bleiben mussten. Eltern mussten sich als Folge selbst um die Betreuung ihrer Kinder kümmern.
Verdi organisierte in dem Tarifkonflikt des öffentlichen Diensts bereits mehrere Warnstreiks. Bislang war der Schwerpunkt der öffentlichen Nahverkehr, wo es in verschiedenen Städten zu erheblichen Einschränkungen kam.
Die Dienstleistungsgewerkschaft und der Deutsche Beamtenbund fordern 10,5 Prozent monatlich mehr für die rund 2,4 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst, mindestens aber 500 Euro mehr Gehalt.
Die Arbeitgeber boten zuletzt eine lineare Erhöhung der Löhne um drei in diesem und um weitere zwei Prozent im kommenden Jahr sowie steuer- und abgabenfreie Einmalzahlungen in Höhe von insgesamt 2500 Euro verteilt über zwei Jahre an.
Die Gewerkschaften lehnten das Arbeitgeberangebot ab. Die dritte Tarifrunde findet vom 27. bis zum 29. März in Potsdam statt.
L.Dubois--BTB