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Deutschlands Ausfuhren im Januar um zwei Prozent gestiegen
Deutschlands Ausfuhren sind zu Jahresbeginn gestiegen: Der Wert der Exporte legte um 2,1 Prozent im Vergleich zum Dezember auf 130,6 Milliarden Euro zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Januar 2022 war das eine Zunahme um 8,6 Prozent - auch wegen stark gestiegener Preise. "Der Export hat einen guten Einstieg ins Jahr erwischt", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.
In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union gingen im Januar Waren im Wert von 71,9 Milliarden Euro, in Drittstaaten Waren im Wert von 58,7 Milliarden Euro, wie die Statistiker weiter mitteilten. Die Ausfuhren in Drittländer wuchsen kalender- und saisonbereinigt mit 3,8 Prozent deutlich stärker als diejenigen in die EU mit 0,7 Prozent.
"Vor allem die Geschäfte mit den Vereinigten Staaten laufen merklich an", erklärte Experte Treier von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Dorthin gingen im Januar die meisten Exporte - der Wert lag bei 12,7 Milliarden Euro. "Auch bei Deutschlands wichtigstem Handelspartner China löst sich langsam die wirtschaftliche Corona-Starre des Vorjahres auf", sagte Treier. Die Ausfuhren in die Volksrepublik stiegen um 1,4 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro.
"Das leichte Plus bei den Exporten im Januar darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer noch viel Sand im Getriebe der deutschen Außenwirtschaft ist", fuhr Treier fort. Neben einer noch immer abgekühlten Weltwirtschaft erschwere ein zunehmender Protektionismus das Auslandsgeschäft. Das verhindere einen kräftigen Exportaufschwung im laufenden Jahr.
Die DIHK rechnet mit einem "mageren" Exportwachstum von 2,5 Prozent im Jahr 2023. "Zum Vergleich: Der langjährige Schnitt der 2010er Jahre liegt bei 3,5 Prozent", betonte Treier.
Die Importe Deutschlands nahmen im Januar im Vergleich zum Dezember um 3,4 Prozent ab; im Vergleich zum Januar 2022 legten sie um 5,2 Prozent zu. Ihr Wert betrug 113,9 Milliarden Euro - lag also deutlich unter den Exporten. Die Außenhandelsbilanz, also die Differenz, betrug 16,7 Milliarden Euro.
Die meisten Importe kamen aus China, der Wert lag im Januar bei 12,7 Milliarden Euro. Das waren 6,0 Prozent weniger als im Dezember.
B.Shevchenko--BTB