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Uniper bestätigt Verlust von rund 19 Milliarden Euro
Die Verluste des verstaatlichten Energiekonzerns Uniper wegen der ausgefallenen Gaslieferungen aus Russland sind nicht so groß wie zunächst befürchtet. Uniper bestätigte am Freitag, das Minus im vergangenen Jahr betrug 19,1 Milliarden Euro. Zeitweise hatte der Konzern mit rund 40 Milliarden Euro Verlust gerechnet; doch Ende des Jahres sanken die Gaspreise "signifikant". Im laufenden Jahr rechnet Uniper mit einem besseren Ergebnis.
Die erst reduzierten und dann ausgebliebenen Gaslieferungen aus Russland hatten Uniper an den Rand der Insolvenz gebracht. Der Konzern musste die Lieferverpflichtungen seinen Kunden gegenüber einhalten und Gas zu sehr viel höheren Preisen einkaufen. Dadurch häufte er Milliardenverluste an. Der Bund übernahm den Konzern im Dezember mit der Begründung, dies diene der Energieversorgungssicherheit in Deutschland.
Uniper teilte bereits am 1. Februar mit, dass der Verlust 2022 nur etwa halb so groß ausfiel wie noch im November befürchtet. Nun legte der Konzern seine detaillierte Jahresbilanz vor.
Der Fehlbetrag von 19,1 Milliarden Euro enthalte rund 13,2 Milliarden Euro, die für die Gasersatzbeschaffung ausgegeben wurden, und rund 5,9 Milliarden Euro an künftigen Verlusten wegen nicht gelieferten russischen Erdgases, erklärte das Unternehmen. Die Nettoverschuldung des Konzerns wuchs von 324 Millionen Euro auf 3,0 Milliarden Euro.
Uniper zeigte sich überzeugt, dass "die Belastungssituation aus den Mehrkosten der Gasersatzbeschaffung spätestens Ende 2024 gelöst" sein wird. Die finanzielle Unterstützung durch den Staat in Form von Eigenkapitalzuführungen und auch durch KfW-Kredite werde "im Laufe der Zeit auslaufen".
Der scheidende Konzernchef Klaus-Dieter Maubach erklärte am Freitag, Uniper sei "im Kern ein starkes Unternehmen". Es habe das schwierigste Jahr seiner Firmengeschichte "erfolgreich überstanden". Maubach hatte Anfang Januar seinen Rücktritt angekündigt. "Aufgabe des neuen Vorstandes und des Aufsichtsrates wird es sein, Uniper weiterzuentwickeln und wieder profitabel zu machen", erklärte er.
O.Bulka--BTB