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Scholz lobt "ganz wichtigen" Beitrag Belgiens zur Energiesicherheit Deutschlands
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bei einem Besuch im belgischen Nordseehafen Seebrügge die Bedeutung Belgiens für die Energieversorgung Deutschlands im Zuge der Energiekrise im vergangenen Jahr betont. Belgien habe "sofort" seine Import- und Leitungskapazitäten für Erdgas "bis zum Anschlag" genutzt, als die russischen Gaslieferungen ausblieben, sagte Scholz am Dienstag. "Das war ein ganz wichtiger Beitrag für die Energiesicherheit in Deutschland."
Belgien habe seine Erdgasexporte im vergangenen Jahr um das 13-fache gesteigert, fügte der belgische Regierungschef Alexander De Croo hinzu. Für Deutschland sei das Land somit der drittwichtigste Gaslieferant gewesen und habe "mehr als die Niederlande geliefert".
Deutschland verfügte bis Ende vergangenen Jahres über keinerlei eigene Importkapazitäten für Flüssiggas (LNG). Obwohl über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 aus Russland ab Anfang September kein Gas und bereits zuvor bedeuten weniger kam, konnten die deutschen Gasspeicher bis Mitte November wider Erwarten gänzlich gefüllt werden.
Dass nach dem Wegfall russischer Gaslieferungen eine Wirtschaftskrise ausgeblieben und die Energieversorgung nach wie vor gesichert sei, "ist eine große Gemeinschaftsleistung Europas", sagte Scholz weiter. Dabei habe das Importerminal für LNG in Seebrügge "eine ganz große Rolle gespielt und wird in Zukunft eine noch größere spielen".
F.Müller--BTB