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Uniper: Verluste wohl doch nur halb so groß
Die Verluste des mittlerweile verstaatlichten Düsseldorfer Energiekonzerns Uniper sind wohl nur knapp halb so groß ausgefallen wie zunächst befürchtet. Die im Geschäftsjahr 2022 angefallenen Verluste zuzüglich der erwarteten zukünftigen Verluste zum 31. Dezember hätten sich auf 19,1 Milliarden Euro reduziert, erklärte der Konzern am Mittwoch. Im November hatte das Unternehmen noch rund 40 Milliarden Euro erwarteten Verlust ausgewiesen.
Zu diesem Zeitpunkt lief das Konzernergebnis von Uniper auf den größten jemals von einem deutschen Unternehmen verzeichneten Jahresverlust hinaus. Bei einem Uniper-Verlust von 19,1 Milliarden Euro bleibt die Deutsche Telekom mit ihrem Verlust von rund 25 Milliarden Euro im Jahr 2002 nun doch Negativ-Spitzenreiter.
Uniper verwies hinsichtlich der massiv nach unten korrigierten Verlusterwartung auf Preisschwankungen am Gasmarkt. "Die tatsächlichen Verluste und die erwarteten Verluste aus Gasersatzbeschaffungskosten in der Zukunft werden mit den sich ändernden Gaspreisen weiterhin erheblich schwanken", hieß es weiter.
Die erst reduzierten und dann ausgebliebenen Gaslieferungen aus Russland hatten Uniper an den Rand der Insolvenz gebracht - der Konzern musste die Lieferverpflichtungen seinen Kunden gegenüber einhalten und Gas zu sehr viel höheren Preisen einkaufen. Dadurch häufte er Milliardenverluste an. Der Bund übernahm schließlich im Dezember den Konzern mit der Begründung, dies diene der Energieversorgungssicherheit in Deutschland.
M.Furrer--BTB