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Streiks bei der Deutschen Post auch am Freitag
Im Tarifkonflikt zwischen Verdi und der Deutschen Post sind Beschäftigte auch am Freitag aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Wie am Donnerstag schon rief die Gewerkschaft Beschäftigte in "ausgewählten" Betrieben zum Streik auf - sowohl in Paket- und Briefzentren als auch in der Zustellung. Die nächste Verhandlungsrunde steht ab dem 8. Februar an.
"Die Streiks sind ein klares Zeichen unserer Mitglieder in Richtung Arbeitgeber", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Sie hätten in der zweiten Tarifverhandlungsrunde in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass sie nicht bereit seien, die Reallohnverluste der Beschäftigten auszugleichen.
Verdi fordert in dem Tarifstreit 15 Prozent mehr Gehalt sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen für jedes Ausbildungsjahr um 200 Euro pro Monat bei einer Laufzeit von einem Jahr. Die Deutsche Post hat die Forderung als nicht finanzierbar zurückgewiesen.
Am Donnerstag hatten sich nach Angaben der Gewerkschaft rund 6000 Beschäftigte an dem Warnstreik beteiligt. Bei den ganztägigen Streiks in der vergangenen Woche machten demnach von Donnerstagabend bis Samstag insgesamt rund 30.000 Beschäftigte mit.
Nach Angaben der Deutschen Post blieben am Donnerstag bundesweit rund 450.000 Paketsendungen (knapp sieben Prozent der durchschnittlichen Tagesmenge) und rund 1,7 Millionen Briefsendungen (etwa 3,5 Prozent der durchschnittlichen Tagesmenge) liegen. Mit ähnlichen Mengen ist am Freitag zu rechnen.
L.Dubois--BTB