-
PSG-Kracher: FC Bayern mit Musiala und Davies in der Startelf
-
Außenminister: Israel hat "keine territorialen Ambitionen im Libanon"
-
Kämpfe in Mali: Armee gibt Stellungen in Region Gao auf - Junta-Chef trifft russischen Botschafter
-
Anschlagsplan gegen Swift-Konzert in Wien: Angeklagter bekennt sich weitgehend schuldig
-
Konzernchef Blume: VW plant Einstieg ins Rüstungsgeschäft
-
Zwei Tote und ein schwer verletzter Mensch nach Schüssen in Haus in Sachsen
-
Lob für Innovationskraft: Bundesregierung will auf ukrainische Waffen setzen
-
Einmalig in Europa: Brighton baut eigenes Frauen-Stadion
-
Trump zu König Charles III.: Die USA haben "keine engeren Freunde" als die Briten
-
Bergarbeiter vor Energieministerium in Ankara beenden ihren Streik
-
Tour de Romandie: Lipowitz Zehnter im Prolog
-
Prozess gegen frühere RAF-Terroristin Klette: Staatsanwaltschaft von Schuld überzeugt
-
Zuckerabgabe soll nun doch kommen - Einnahmen für Gesundheitsmaßnahmen
-
US-Comedian Kimmel verteidigt Scherz über Melania Trump
-
Gesundheitsreform und Etat 2027: Koalition bringt Kernvorhaben auf den Weg
-
Sozial Schwächere bei Bildung benachteiligt - besonders Jungen betroffen
-
Spahn und Hoffmann rufen zu sachlicherem Umgang auf - Koalition "außer Tritt"
-
Transport in Richtung Nordsee geplant: Buckelwal in Frachtkahn geschwommen
-
Deutschland schiebt 25 straffällig gewordene Afghanen ab
-
Keine Fortschritte bei Iran-Verhandlungen ersichtlich - Flüssiggas-Tanker durchquert Straße von Hormus
-
Bild: DFL erhält 100 Millionen Euro als Darlehen von adidas
-
Verbraucherschützer begrüßen Zuckerabgabe
-
Mitteilung: Vereinigte Arabische Emirate wollen zum 1. Mai aus Opec austreten
-
Union sackt in Forsa-Umfrage deutlich ab - SPD und Linke gleichauf
-
Über 300.000 Tabletten in Mietwagen: Zollbeamte nehmen Drogenschmuggler fest
-
"Nur Ja heißt Ja": EU-Abgeordnete fordern EU-weite Definition von Vergewaltigung
-
Studie: Soziale Herkunft entscheidend für Bildungschancen - Jungen im Nachteil
-
Vier Festnahmen bei Durchsuchungen gegen mutmaßliche Schleuser in Hessen
-
Buckelwal vor Ostseeinsel Poel in Frachtkahn geschwommen - Weitertransport geplant
-
Spahn räumt ein: Koalition ist "außer Tritt geraten"
-
Anschlagsplan gegen Swift-Konzert in Wien: Hauptangeklagter bekennt sich schuldig
-
Verdi ruft für Donnerstag und Samstag zu Warnstreiks bei der Postbank auf
-
Koalition einigt sich auf Reform von Krankenversicherung
-
Brasilien: WM-Aus für Militao
-
Nagelsmann passt WM-Vorbereitung an
-
Zwei Tote und ein schwerverletzter Mensch nach Schüssen in Haus in Sachsen
-
Umfrage: Jeder dritte junge Mensch mit Depressionen nutzt KI als Psychocoach
-
Oberstes Gericht der USA prüft Glyphosat-Klage gegen Monsanto
-
Hunde und Katzen: EU-Parlament beschließt Chip-Pflicht gegen illegalen Handel
-
Verdacht auf Spionage an Gleisen nahe Kaserne: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen
-
Neuverschuldung soll 2027 auf 110,8 Milliarden Euro steigen
-
Abschiebeflug bringt 25 Afghanen zurück in ihr Heimatland
-
Dänemark-Länderspiele: Gislason nominiert zwei Debütanten
-
Hunde und Katzen: EU-Parlament beschließt Chippflicht gegen illegalen Handel
-
Chef der AfD-Jugend interessierte sich früher für die Linkspartei
-
US-Comedian Kimmel verteidigt Scherz über "werdende Witwe" Melania Trump
-
Billionen-Haushalt der EU ab 2028: EU-Parlament fordert höheres Budget
-
Gericht bestätigt Rückforderung von fast 600.000 Euro aus Coronatestbetrieb
-
Angeklagte in Mordfall Fabian aus Güstrow will sich zu Vorwürfen nicht äußern
-
Malische Fluggesellschaft setzt Inlandsflüge aus Sicherheitsgründen aus
Indigenen-Vertreter und Umweltschützer enttäuscht von Ergebnis des Amazonas-Gipfels
Umweltschützer und Indigenen-Vertreter haben sich enttäuscht von den Ergebnissen des Amazonas-Gipfels im brasilianischen Belém gezeigt. "Wir hoffen, dass die ganzen Dialogbemühungen nicht nur auf leere Worte hinauslaufen", sagte die Vereinigung der indigenen Völker (Apib) am Donnerstag, der WWF sprach von einer "vertanen Chance". Trotz ehrgeiziger Ziele und Brasiliens Versprechen im Vorfeld des Gipfels konnten sich die Teilnehmer letztlich nicht auf einen konkreten Fahrplan zur Rettung des Amazonas einigen.
Neben der Apib kritisierten auch Umweltschützer die Gipfel-Teilnehmer, weil sie nicht genug für den Schutz des Amazonas getan hätten. Der World Wildlife Fund (WWF) drückte "große Besorgnis über das Fehlen eines gemeinsamen Ziels zum Stopp der Entwaldung" aus. Die Amazonas-Anrainerstaaten hätten "definitiv eine Chance vertan", sagte der Brasilien-Experte des WWF Deutschland, Roberto Maldonado, dem Sender Phoenix. In der Abschlusserklärung seien keine verbindlichen Vorgaben gemacht worden, wie die Abholzung reduziert oder ganz gestoppt werden könne.
Gastgeber Brasilien hatte nach Belém an der Mündung des Amazonas zum ersten Treffen der Organisation des Amazonas-Kooperationsvertrags (Octa) seit dem Jahr 2009 eingeladen. Das Treffen begann am Dienstag mit einer Vereinbarung der acht Octa-Länder, eine Allianz zum Kampf gegen die Abholzung und für nachhaltige Entwicklung zu gründen. Die Erklärung unterzeichneten Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Peru, Suriname und Venezuela sowie die eingeladenen Gäste Demokratische Republik Kongo, Kongo-Brazzaville, Indonesien sowie St. Vincent und die Grenadinen. Doch über die Erklärung hinaus kam es im Laufe des Gipfels weder zu konkret vereinbarten Schritten noch einem Zeitplan.
Kolumbiens erster linksgerichteter Präsident Gustavo Petro forderte eindringlich, neue Ölprojekte in der Region zu verhindern, worauf sich die Teilnehmerstaaten aber ebenfalls nicht einigen konnten - gerade Brasiliens staatliche Ölfirma will neue Quellen erschließen, ausgerechnet an der Amazonasmündung. Angesichts des dramatisch voranschreitenden Klimawandels sei die Lösung, "nicht mehr Kohle, Öl und Gas zu verbrennen".
Auch anderen Organisationen ging das Ergebnis nicht weit genug. Diese hatten eine Zusage gefordert, dass Brasilien die illegale Abholzung bis 2030 beendet sowie die Zusage Kolumbiens, keine neuen Ölbohrungen mehr vorzunehmen. "Es ist ein erster Schritt, aber es gibt keine konkreten Entscheidungen, nur eine Liste von Versprechungen", sagte Marcio Astrini, Leiter von Climate Observatory, einem Zusammenschluss von NGOs in Brasilien.
Stattdessen brachten die Gipfelteilnehmer in einer gemeinsamen Abschlusserklärung ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck, "dass die Industrieländer ihren Verpflichtungen nicht nachkommen". Dazu gehören demnach eine jährliche finanzielle Unterstützung in Höhe von 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sowie eine jährliche Klimaschutz-Finanzierung in Höhe von 100 Milliarden Dollar (rund 91 Milliarden Euro) für die Entwicklungsländer. Kritisiert wurde außerdem eine "protektionistische Handelspolitik, die als Umweltschutz getarnt ist" - ein offensichtlicher Seitenhieb auf ein neues Gesetz der Europäischen Union, das Importe verbietet, welche die Abholzung vorantreiben.
Auch Brasiliens Präsident Lula drängte die Industriestaaten zu mehr finanziellem Engagement. "Mutter Natur braucht Geld, weil die industrielle Entwicklung sie in den vergangenen 200 Jahren zerstört hat", sagte er am Mittwoch vor Journalisten.
Der sich über neun Länder erstreckende Amazonas gilt als "grüne Lunge" des Planeten. Sein Regenwald nimmt in gigantischen Mengen Kohlendioxid aus der Erdatmosphäre auf und wirkt damit der Erderwärmung entgegen. Wissenschaftler warnen jedoch, dass sich der Amazonas einem Kipp-Punkt nähert, von dem an seine Bäume absterben und das gespeicherte Kohlendioxid wieder in die Atmosphäre abgeben würde. Dies hätte katastrophale Folgen für das Erdklima. Als besten Schutz für den Amazonas sehen Experten die Ausweitung von indigenen Schutzgebieten.
Ein Fünftel des brasilianischen Regenwaldes ist bereits zerstört. Die Abholzung im Amazonasgebiet wird hauptsächlich durch Viehzucht vorangetrieben, eine große Rolle spielen aber auch Korruption, Landraub und organisierte Kriminalität - besonders der illegale Handel mit Drogen, Waffen, Gold und Holz.
Unter Präsident Lula hat Brasilien, auf dessen Staatsgebiet sich rund 60 Prozent des Amazonaswalds befinden, versprochen, die illegale Abholzung bis 2030 vollständig zu verhindern. In der ersten Hälfte seiner Amtszeit, zwischen Januar und Juni, war die Abholzung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits um ein Drittel zurückgegangen. Lula war mit dem Versprechen angetreten, sich für ein Ende der ungezügelten Umweltzerstörung unter seinem rechtsradikalen Vorgänger Jair Bolsonaro einzusetzen.
A.Gasser--BTB