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MotoGP: Schlimme Stürze von Márquez und Zarco
Üble Stürze von Àlex Márquez und Johann Zarco haben den Grand Prix der MotoGP in Barcelona überschattet. Erst erwischte es den Spanier Márquez, nach Abbruch und Neustart kam der Franzose Zarco gleich in der ersten Kurve zu Fall, erneut wurden die Roten Flaggen geschwenkt.
In der zwölften von 24 geplanten Runden hatte KTM-Pilot Pedro Acosta (Spanien) offenbar ein technisches Problem und wurde plötzlich langsamer, Márquez konnte nicht mehr ausweichen, streifte mit seiner Maschine die des Konkurrenten und konnte es glücklicherweise verhindern, in die Seitenbegrenzung der Strecke zu krachen. Márquez war bei Bewusstsein, als er ins Krankenhaus abtransportiert wurde. Zunächst war nicht klar, wie schlimm es den 30-Jährigen erwischt hat.
Nach dem Restart stürzte Honda-Pilot Zarco und rutschte ins Hinterrad der Ducati von Francesco Bagnaia (Italien). Nach einer längeren Behandlung im Kiesbett wurde der 35-Jährige ins Medical Center gebracht. Dem erneuten Abbruch folgte der dritte Rennstart.
Es wurden zwölf Runden gefahren, 24 Stunden nach dem Sprint vom Samstag holte Fabio Di Giannantonio (Italien/Ducati) im nächsten Kurzrennen seinen zweiten MotoGP-Sieg, Zweiter wurde der frühere Weltmeister Joan Mir (Honda), Dritter Fermin Aldeguer (Ducati/beide Spanien). WM-Spitzenreiter Marco Bezzecchi (Italien) baute seinen Vorsprung im Klassement vor Aprilia-Teamkollege Jorge Martín durch einen sechsten Platz auf zwölf Punkte aus (139:127). Martín wurde nach einem Sturz nur 18.
Márquez' älterer Bruder Marc (Ducati) war erst gar nicht zum Großen Preis von Katalonien angetreten. Der Weltmeister hatte am vergangenen Samstag in Le Mans einen Fußbruch erlitten und sich anschließend gleich zwei Operationen unterzogen. Auch seine Schulter wurde versorgt.
F.Stadler--VB