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Papst ruft zu Respekt vor Tradition der "Olympischen Waffenruhe" auf
Papst Leo XIV. hat vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele dazu aufgerufen, die Tradition der "Olympischen Waffenruhe" zu respektieren. "Ich ermutige alle Nationen nachdrücklich, anlässlich der bevorstehenden Olympischen und Paralympischen Winterspiele dieses Instrument der Hoffnung, das die Olympische Waffenruhe darstellt, wiederzuentdecken und zu respektieren", erklärte der Papst am Freitag in einem vom Vatikan veröffentlichten Dokument. Dies sei "ein Zeichen und eine Verheißung für eine versöhnte Welt".
In Anlehnung an eine jahrtausendealte griechische Tradition der Olympischen Waffenruhe wird der Olympische Frieden seit 1993 alle zwei Jahre vom Gastgeberland bei den Vereinten Nationen eingeführt. Die UN-Mitgliedstaaten hatten im November vergangenen Jahres eine Resolution verabschiedet, in der sie dazu aufriefen, internationale Konflikte während der Olympischen Spiele auszusetzen. Dieses Leitbild wird zwar alle zwei Jahre grundsätzlich befürwortet, es wird aber immer wieder ignoriert.
Theoretisch würde eine solche Olympische Waffenruhe sieben Tage vor dem Beginn der Spiele am 6. Februar in Kraft treten und bis sieben Tage nach Ende der Paralympics am 15. März gelten. Doch ein Ende des Ukraine-Krieges etwa scheint angesichts fortgesetzter russischer Angriffe in weiter Ferne.
Die in weiten Teilen Norditaliens stattfindenen Winterspiele werden am Freitag offiziell eröffnet, sie dauern bis zum 22. Februar. Russland ist als Nation wegen des Angriffskrieges in der Ukraine von Olympia ausgeschlossen. Allerdings dürfen russische und belarussische Athleten als neutrale Sportler antreten.
T.Ziegler--VB