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"Stärker als je zuvor": Fan- und Finanzrekorde in 3. Liga
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat für die 3. Liga ein positives Abschlussfazit der Saison 2024/25 gezogen. Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, sprach angesichts einer Rekord-Bilanzsumme und erneuten Zuschauerrekorden von "stetigem Wachstum und stetiger Professionalisierung".
Die Gesamterlöse der Klubs haben zum ersten Mal die 300-Millionen-Marke überschritten. Sie stiegen um 14,8 Prozent auf 334,8 Millionen Euro. Fünf Klubs wiesen ein negatives Eigenkapital auf – so wenige wie noch nie in der Ligageschichte. "Die 3. Liga hat sich nicht nur von der Corona-Zeit erholt, sie ist stärker aufgestellt als je zuvor", sagte Manuel Hartmann, Geschäftsführer Spielbetrieb beim DFB: "Wir sind noch lange nicht am Ende des gemeinsamen Weges angelangt."
Das Eigenkapital lag bei etwa 0,7 Millionen Euro pro Klub. Zehn Klubs hatten einen Saisonüberschuss, sieben einen Fehlbetrag. Erst zum zweiten Mal in der Geschichte der 3. Liga verzeichneten damit mehr Klubs ein Plus als ein Minus. Gleichzeitig stiegen auch die Aufwendungen um 15,2 Prozent auf 348,7 Millionen Euro. Das durchschnittliche Saisonergebnis bleibt mit einem Minus von 0,82 Millionen Euro pro Klub weiterhin negativ. "Hier gilt es weiterhin dran zu arbeiten", sagte Hartmann.
Einen Rekord gibt es erneut bei der Zuschauerentwicklung. Die Bestmarke von 9707 Fans pro Spiel aus dem Vorjahr wurde mit einem Schnitt von 11.548 Fans in der abgelaufenen Saison deutlich übertroffen. Erstmals seit der Liga-Gründung im Jahr 2008 wurde die Marke von vier Millionen Fans geknackt. Gezählt wurden in 380 Spielen 4.388.424 Zuschauerinnen und Zuschauer.
Damit ist hat Deutschland die bestbesuchte 3. Liga weltweit. Das spiegelt sich auch am TV-Ergebnis wider. Der übertragende Sender MagentaSport verzeichnete mit 28,7 Millionen Fans vor den Geräten ebenfalls einen Rekord. Die Steigerung zur Vorsaison betrug zwölf Prozent. Im Laufe des Jahres 2026 steht die nächste Medienrechte-Ausschreibung an. Der aktuelle TV-Vertrag läuft nach der Saison 2026/2027 aus.
Auch sportlich zog der DFB ein positives Fazit: Die Zahl der eingesetzten deutschen Spieler unter 23 Jahren in der 3. Liga ist erneut gestiegen, ebenso deren Einsatzzeiten. Sie machten knapp 30 Prozent der Gesamt-Einsatzminuten aller Spieler aus – ein Höchstwert.
W.Huber--VB