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Der 1. FC Köln hat sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga etwas Luft verschafft. Nach zuvor nur einem Sieg aus zehn Spielen gewann das Team von Trainer Lukas Kwasniok mit 1:0 (1:0) gegen Tabellennachbar VfL Wolfsburg, der seinerseits immer tiefer in die Krise rutscht.
Eine Einzelaktion von Linton Maina (29.) bescherte dem FC vor 50.000 Zuschauern im Müngersdorfer Stadion den zweiten Heimsieg in Serie, der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt vorerst acht Punkte. Die Wölfe dagegen kommen der gefährlichen Zone unter Trainer Daniel Bauer, der erst im Dezember übernommen hatte, immer näher. Nächste Woche kommt Borussia Dortmund in die Autostadt, die Kölner haben RB Leipzig zu Gast.
Kwasniok setzte nach dem 1:2 in Freiburg Shootingstar Said El Mala erneut auf die Bank. Bei den Wölfen fehlte Mohamed Amoura, einziger Torschütze beim desaströsen 1:3 gegen den FSV Mainz 05, "aus disziplinarischen Gründen" gänzlich im Kader. "Das wir, das Team steht über allem, da hat sich Mohamed nicht dran gehalten", sagte Bauer bei Sky. Kapitän Maximilian Arnold kehrte dagegen nach Gelbsperre zurück.
Beide Teams hatten zuletzt eine Führung verspielt, auch das Hinspiel (3:3) mit drei Treffern in der Nachspielzeit versprach durchaus Spektakel. Nach zähen Anfangsminuten übernahm der FC die Spielkontrolle, Ragnar Ache scheiterte mit seinem Kopfball aus sechs Metern an Kamil Grabara (18.), Maina ließ dem Polen anschließend keine Chance - auch, weil sein Flachschuss aus 20 Metern von VfL-Verteidiger Moritz Jenz noch leicht abgefälscht wurde.
Von den Gästen kam offensiv wenig, FC-Keeper Marvin Schwäbe bekam bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und leichtem Schneefall bis zur Halbzeit keinen einzigen Ball auf sein Tor. Die Kölner dagegen verpassten es nachzulegen, der letzte Pass im Strafraum war mehrmals zu unsauber.
So blieb Wolfsburg im Spiel, hatte durch Adam Daghim (53./73.) zwei gute und durch U21-Nationalstürmer Dzenan Pejcinovic die beste Gelegenheit auf den Ausgleich (59.). Auf der anderen Seite hatte Maina nach einem Konter und Solo über fast das gesamte Spielfeld das 2:0 auf dem Fuß, aber keine Kraft mehr für den Abschluss (68.). In der Nachspielzeit prüfte der eingewechselte Kento Shiogai den wenig geforderten Schwäbe im Kölner Tor erstmals richtig (90.+2), für einen Treffer reichte es nicht mehr.
S.Spengler--VB