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Crans-Montana: Vonn stürzt schwer
Speed Queen Lindsey Vonn ist bei der letzten Abfahrt vor den Olympischen Spielen schwer gestürzt. Die Skirennläuferin aus den USA verlor zehn Tage vor dem Goldkampf in Italien beim Weltcup-Rennen in Crans-Montana nach dem ersten Sprung das Gleichgewicht, geriet in Rückenlage und schlug schließlich im Fangnetz ein. Ob sie sich verletzte, blieb zunächst unklar.
Vonn blieb anfangs schwer atmend im Schnee liegen, richtete sich aber bald auf. Nach einigen Minuten Behandlungszeit konnte sie selbstständig zu Tal fahren. Unterwegs blieb sie allerdings mehrmals stehen und hielt sich ihr linkes Knie. Die Teilprothese, die ihr das erfolgreiche Comeback ermöglichte, hat sie rechts. Im Ziel winkte Vonn ins Publikum und verschwand im Untersuchungszelt.
Vor Vonn, die mit der Startnummer fünf auf die anspruchsvolle Piste "Mont Lachaux" gegangen war, stürzten bereits zwei weitere Athletinnen. Die Österreicherin Nina Ortlieb kam mit einem "blauen Fleck am Kinn" davon, wie sie erzählte. Marte Monsen (Norwegen) musste mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden.
"Crans-Montana war schon immer eine schwierige Abfahrt, die ein gewisses Limit von den Frauen fordert", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier im ZDF: "Die Präparation ist nicht schlecht, aber nicht ganz gleichmäßig, das ist eine extreme Herausforderung." Die Stürze führte er auf "individuelle skifahrerische Fehler" zurück.
L.Maurer--VB