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Zentimeter-Entscheidungen: Kircher will nichts ändern
Schiedsrichter-Boss Knut Kircher hält trotz der anhaltenden Diskussionen in der Fußball-Bundesliga um die Zentimeter-Entscheidungen nichts von Änderungen bei der halbautomatischen Abseitserkennung. "Technisch wäre das machbar", sagte Kircher im kicker zum Vorschlag eines Toleranzbereichs von fünf Zentimetern: "Doch rein regeltechnisch gibt es beim Abseits nun mal keine Toleranz."
Für Kircher gibt es keinen Spielraum. "Würden wir das System jetzt so einstellen, hätten wir fassbarere Bilder, okay. Aber ein Benachteiligter könnte sagen: Auch vier Zentimeter sind Abseits - das geht so nicht. Und damit hätte er recht", sagte der Geschäftsführer der DFB Schiri GmbH: "Wir dürften das von uns aus also niemals einführen, sondern müssen die Technik so genau wie möglich nutzen. Auch wenn ich nachvollziehen kann, wenn jemand sagt: Früher war das gleiche Höhe - und viel schöner."
Im Gegensatz zu den Topligen in Deutschland, Spanien und Italien gibt es in der englischen Premier League eine gewisse Toleranz. Diese wird im Zweifel zugunsten des Angreifers ausgelegt. Grund dafür sind Restzweifel daran, ob die Technologie fehlerfrei ist.
Zuletzt hatte FIFA-Präsident Gianni Infantino eine Reform der Abseitsregel ins Spiel gebracht. "Vielleicht muss der Spieler in Zukunft vollständig vor dem Verteidiger stehen, um als abseits zu gelten", sagte der Boss des Weltverbandes. Auch bei den Regelhütern des International Football Association Board (IFAB) steht das Thema auf der Agenda. Die nächste Versammlung des IFAB ist für den 20. Januar in London angesetzt.
D.Schlegel--VB