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Liverpool tief in der Krise: "Der Situation stellen"
Mit versteinerter Miene und gesenktem Kopf stapfte Arne Slot über den Platz. Am nächsten bitteren Abend an der Anfield Road wirkte der angezählte Teammanager des FC Liverpool zunehmend ratlos, nach dem 1:4 (1:1) in der Champions League gegen die PSV Eindhoven übte sich der Niederländer in Durchhalteparolen. "Der einzige Weg ist, jetzt weiterzumachen, uns unserer Situation zu stellen, wirklich hart zu kämpfen", sagte Slot bei TNT Sports.
Doch der Druck auf den Coach steigt. Nach der nächsten "Horrorshow" (BBC) samt eines "erstaunlichen Einbruchs" (Guardian) stürzten sich die britischen Medien auf Slot und sein Team. Die Krise verschlimmert sich am Mersey immer mehr, erstmals seit September 1992 kassierte Liverpool in drei aufeinanderfolgenden Spielen drei oder mehr Gegentore.
Es war die neunte Pleite in den letzten zwölf Spielen. "Die Emotionen sind sehr negativ und enttäuschend", sagte Slot: "Es ist eine weitere schwere Niederlage." Erst am Samstag hatten die Reds mit 0:3 in der Liga gegen Kellerkind Nottingham Forest verloren, die Stimmung scheint langsam aber sicher zu kippen.
Nach dem Debakel gegen den niederländischen Meister buhten viele Fans, immerhin folgte anschließend ein aufmunterndes "We love you Liverpool, we do".
Der angeschlagene Florian Wirtz konnte erneut nicht mitwirken. In Abwesenheit des deutschen Nationalspielers geriet der englische Meister früh in Rückstand, Ivan Perisic (6./Handelfmeter) traf. Dominik Szoboszlai (16.) gelang zwar schnell die Antwort, nach dem Seitenwechsel folgte aber der Einbruch.
"Zur Halbzeit hätte wohl niemand erwartet, dass wir dieses Spiel mit 4:1 verlieren würden", sagte Slot. Guus Til (56.) und Couhaib Driouech (73./90.+1) erzielten die weiteren Treffer für Eindhoven. Der direkte Einzug ins Achtelfinale rückt für Liverpool in der aktuellen Verfassung in weite Ferne. Am Sonntag wartet wieder der Ligaalltag, dann gastiert Slots Mannschaft bei West Ham United.
G.Schmid--VB