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Weißes Haus: Trump wohnt WM-Finale bei
US-Präsident Donald Trump wohnt am Sonntag dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft bei. Trump werde sich das Spiel zwischen Spanien und Argentinien persönlich anschauen, teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit. "Dies ist ein passender Abschluss für ein Turnier, das Amerikas Fähigkeit demonstriert hat, die Welt auf der größten Bühne zu empfangen", sagte Trump-Sprecherin Karoline Leavitt.
Das Turnier sei "die meistgesehene, sicherste und erfolgreichste Weltmeisterschaft in der amerikanischen Geschichte", sagte Leavitt weiter. Trump will nach ihren Angaben bereits am Freitag nach New York reisen, um an einem Fifa-Empfang im Trump Tower teilzunehmen. Am Sonntag ist er dann beim WM-Finale, das im MetLife-Stadion in East Rutherford im Bundesstaat New Jersey stattfindet.
Der argentinische Präsident Javier Milei wiederum kündigte an, nicht zu dem Spiel zu kommen. Der Rechtsaußen-Politiker begründete die Entscheidung mit Aberglauben. "Unter keinen Umständen" werde er sein Glücksritual brechen, die WM-Partien von der Präsidentenresidenz in Buenos Aires aus zu verfolgen, sagte Milei dem argentinischen Radiosender El Observador.
Milei verriet außerdem noch ein weiteres Glücksritual: bei jedem Spiel eine dicke Jacke des argentinischen Ölkonzerns YPF zu tragen. Er habe das Kleidungsstück beim Viertelfinale seines Landes gegen die Schweiz, das Argentinien mit 3:1 gewann, "weil es kalt war" getragen, sagte Milei El Observador. "Als ich sie auszog, haben wir ein Gegentor kassiert, also zog ich sie wieder an und habe sie seitdem nicht mehr ausgezogen", fügte er hinzu.
Fifa-Chef Gianni Infantino hatte angekündigt, er wolle der Siegermannschaft den "magischen" WM-Pokal gemeinsam mit Trump übergeben. Für Trump ist das nicht ganz ohne Risiko: Als er im Juli 2025 an Infantinos Seite im selben Stadion das Finale der Fifa-Klub-WM anschaute, wurde der Präsident von Fans ausgebuht.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) rief die Fifa derweil auf, vor dem Finale eine Schweigeminute für die zwei Menschen abzuhalten, die in diesem Monat von US-Einwanderungsbeamten erschossen worden waren. Eine solche Schweigeminute "wäre vollkommen angemessen", sagte die Direktorin für globale Initiativen bei HRW, Minky Worden, der Nachrichtenagentur AFP. "Es ist eine Gelegenheit für die Fifa, ihre Versprechen einzulösen, dass diese Weltmeisterschaft die Menschenrechte wahren würde", fügte sie hinzu.
In den vergangenen Tagen hatten Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ICE einen Mexikaner und einen Kolumbianer in ihren Autos erschossen, weil sie angeblich eine Gefahr darstellten. Bei beiden Männern handelte es sich laut Medienberichten allerdings nicht um die von ICE Gesuchten. In den Bundesstaaten Maine und Texas kam es daraufhin zu neuen Protesten gegen die Einwanderungsbehörde.
O.Schlaepfer--VB