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Entscheidung im Doppel: Zverev bringt DTB-Team zurück
Alexander Zverev hat die Titel-Hoffnungen des deutschen Tennis-Teams beim Davis Cup in Bologna erneut am Leben gehalten. Der Topspieler gewann sein Einzel im Halbfinalduell mit Spanien nervenstark gegen Jaume Munar mit 7:6 (7:2), 7:6 (7:5) und brachte die DTB-Auswahl nach der Auftaktniederlage von Jan-Lennard Struff zurück. Die Entscheidung fällt wie im Viertelfinale gegen Argentinien im abschließenden Doppel mit dem deutschen Duo Kevin Krawietz/Tim Pütz.
Mit einem Sieg von Krawietz/Pütz würde das deutsche Team erstmals seit dem Titelgewinn 1993 wieder ins Endspiel des traditionsreichen Nationenturniers einziehen. Für Zverev, der erstmals seit Februar 2023 im Davis Cup aufschlägt, war es in Norditalien bereits der zweite Sieg. Mit dem Weltranglistendritten an der Spitze, gilt die Mannschaft von Bundestrainer Michael Kohlmann auf der Jagd nach dem ersten Davis-Cup-Triumph seit 32 Jahren als Mitfavorit. In einem möglichen Finale am Sonntag (15.00 Uhr/Tennis Channel und tennis.de) würde Gastgeber Italien warten.
Gegen die Spanier, die auf ihren verletzten Topstar Carlos Alcaraz verzichten müssen, hatte Struff zuvor sein Einzel gegen Pablo Carreno Busta 4:6, 6:7 (6:8) verloren. "Das fühlt sich natürlich nicht geil an, zweimal zu verlieren", sagte Struff, der schon im dramatischen Viertelfinale gegen Argentinien (2:1) als Verlierer vom Platz gegangen war: "Jetzt geht es darum, die Jungs von außen anzufeuern. Das ist meine Aufgabe."
In der "SuperTennis Arena" in der Messehalle 37 des BolognaFiere kam Struff gegen Carreno Busta eigentlich gut ins Spiel. Ein frühes Break gab Struff jedoch direkt wieder her, beim Stand von 4:5 wackelte der Warsteiner plötzlich beim eigenen Service und gab den ersten Satz ab. Es entwickelte sich ein ausgeglichener zweiter Durchgang. Struff wehrte beim Stand von 4:5 drei Matchbälle ab, vergab dann im Tiebreak jedoch fünf Satzbälle in Folge - und ging als Verlierer vom Platz.
Zverev konnte sich gegen Munar in entscheidenden Momenten auf seinen starken Aufschlag verlassen, auch wenn der Spanier im ersten Satz dagegen hielt. Im Tiebreak spielte die deutsche Nummer eins dann aber ihre ganze Klasse aus. Im zweiten Durchgang kämpfte sich Zverev nach einem frühen Break zurück und behielt im Tiebreak erneut die Nerven.
L.Maurer--VB