-
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Berliner SPD-Spitzenkandidat Krach
-
Angleichung an Aktien: Bundesregierung plant Steuerreform für Kryptowährungen
-
Ölpreis wieder über 100 Dollar - Spritpreise binnen einer Woche stark gestiegen
-
Queerer Mensch in Berlin von Unbekannten verletzt
-
Nach Wahl in Sachsen-Anhalt: BSW schließt Sondierungen mit AfD nicht aus
-
In Hotel eingebrochen und von Polizisten auf Dienstreise erwischt - Festnahme
-
WM-Viertelfinale: Lange warnt vor Belgien-Star Meesseman
-
Pistorius: Steigende Wehr-Ausgaben sind "Ausdruck der ernsten Lage"
-
AfD-Politiker würdigt Putin als "geschätzten Präsidenten" - Pistorius sieht "Verrat"
-
Abschied von König Harald V.: Trauerfeier in Oslo für beliebten Monarchen
-
Digitale Brieftasche d-you: Ausweis, Führerschein und Uni-Zeugnis in einer App
-
Kölner Karneval: Festkomitee setzt bei neuem Dreigestirn auf nächste Generation
-
Gift in Kaffee und tödliche Brecheisenattacke: Urteil aus Niedersachsen rechtskräftig
-
Trotz Vollkasko: Versicherung muss zu hohe Werkstattrechnung nicht ganz bezahlen
-
Schlechte Pisa-Ergebnisse: Merz bietet Ländern "Kraftanstrengung" bei Bildung an
-
Schwiegermutter mit Wagenheberstange erschlagen: Lebenslange Haft in Heilbronn
-
Bremen: Radfahrerin stirbt nach Angriff von psychisch krankem Mann
-
Bundesregierung verärgert über Trump-Unterstützung für AfD in Sachsen-Anhalt
-
Extremsommer hat höherprozentigen Champagner zur Folge
-
Vorwurf Volksverhetzung: Freispruch für CDU-Politiker aus Sachsen-Anhalt bestätigt
-
Spanien erlebte dieses Jahr seinen heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen
-
Digitalministerium: Digitale Brieftasche "d-you" startet am 2. Januar
-
Merz verschiebt Telefonat mit Trump - Zusammenhang mit Aussage zu AfD-Sieg unklar
-
RKI: Knapp vier von fünf Menschen ab 65 Jahren bewegen sich zu wenig
-
Frühere BSW-Abgeordnete gründen Fraktion - Regierung in Thüringen arbeitet weiter
-
Suche nach weiteren Überlebenden in Nepal zwei Wochen nach Sturzflut im Himalaya
-
Pferde geraten bei Kutschfahrt in Panik: Zwölfjähriger in Thüringen schwer verletzt
-
FC Bayern: Champions-League-Titel das "große Ziel"
-
Trauerzug mit Sarg von Harald V. und Trauergottesdienst mit Schweigeminute in Oslo
-
Harter Schlagabtausch bei Generaldebatte - AfD: "Schwarz-Rot ist vorbei"
-
Klage scheitert vor EU-Gericht: Booking darf eTraveli nicht übernehmen
-
FC Bayern: Champions-Leage-Titel das "große Ziel"
-
Tödlicher Messerangriff in Regensburger Bank: Verdächtiger wieder in Haft
-
Vorgehen gegen Airbnb und Co.: Brüssel schlägt Regeln für Städte vor
-
Leichte Transporter bis schwere Lkw: Jedes fünfte Fahrzeug mit schweren Mängeln
-
Teure Scheidung: Südkoreanischer Gaming-Tycoon muss Ex-Frau 1,6 Milliarden Euro zahlen
-
Studie: Haushalte mit geringem Einkommen brauchen bei Wärmewende Unterstützung
-
Trauerzug mit Sarg von Harald V. setzt sich in Osloer Innenstadt in Bewegung
-
Frau in Salzgitter über Jahre gequält und misshandelt: Anklage erhoben
-
Spritpreise im Vergleich zur Vorwoche deutlich gestiegen
-
Sachsen-Anhalt: Linken-Politikerin von Angern Alterspräsidentin in neuem Landtag
-
Zweite Anklage in Zusammenhang mit Attacke an Berliner Holocaust-Mahnmal erhoben
-
Bayern: 85-Jähriger auf E-Bike von Forstmaschine überrollt und getötet
-
Mehr als 60 Schafe bei großem Wolfsangriff in Frankreich getötet
-
E-Lkw von Mercedes-Benz sollen Amazons Transportnetzwerk nachhaltiger machen
-
74-Jähriger in Freiburg auf offener Straße erstochen - Verdächtiger festgenommen
-
Erfundene Versicherung in Polen: Selbstständiger darf nicht in gesetzliche Krankenkasse
-
Bremer Bürgerschaftswahl: SPD nominiert Bürgermeister Bovenschulte als Spitzenkandidat
-
Bundesfinanzminister Klingbeil erleidet Kreuzbandriss bei Fahrradsturz
-
Dahlmeier posthum in der Hall of Fame des deutschen Sports
Ausbruch seltener Ebola-Variante im Kongo und in Uganda: WHO ruft Notlage aus
Nach dem Ausbruch einer seltenen Variante des Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda mit schon mehr als 80 Todesopfern hat die Weltgesundheitsbehörde (WHO) ihre zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. Bei dem jüngsten Ausbruch der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus handele es sich um eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite", erklärte die WHO am Sonntag. Der Ausbruch betrifft auch von Rebellen kontrollierte Gebiete im Kongo.
Der Ebola-Ausbruch war am Freitag in der von bewaffneten Konflikten betroffenen Provinz Ituri im Nordosten des Landes gemeldet worden, die an Uganda grenzt. In der Demokratischen Republik Kongo starben bereits 88 mutmaßlich mit der Bundibugyo-Virusvariante infizierte Menschen, wie die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (CDC) am Samstag erklärte. Den Behörden zufolge starb auch im benachbarten Uganda ein kongolesischer Staatsbürger, bei dem die Bundibugyo-Variante nachgewiesen wurde.
Insgesamt gebe es fast 336 Verdachtsfälle, die tatsächlichen Fallzahlen könnten jedoch deutlich höher liegen, warnte die WHO. Die Kriterien für die höchste Alarmstufe, eine Pandemie, erfülle der Ausbruch bislang nicht, betonte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus im Onlinedienst X.
Es gebe "weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung" gegen den Bundibugyo-Virusstamm, erklärte der kongolesische Gesundheitsminister Samuel-Roger Kamba am Samstag. Zudem weise die Variante "eine sehr hohe Sterblichkeitsrate auf, die bis zu 50 Prozent betragen" könne.
Der erste bestätigte Fall, der sogenannte Patient Null, war nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein Krankenpfleger, der sich bereits am 24. April mit auf Ebola hindeutenden Symptomen in einer Gesundheitseinrichtung in Bunia, der Provinzhauptstadt von Ituri, gemeldet hatte. Der Ausbruchsherd liegt in einem schwer zugänglichen Gebiet.
Am Sonntag wurde auch eine Infektion in der von den M23-Rebellen kontrollierten Großstadt Goma, der Hauptstadt von Ituris Nachbarprovinz Nord-Kivu, bestätigt. Es handele sich um die Frau eines in Bunia an der Ebola-Variante verstorbenen Mannes, teilte das Nationale Institut für biomedizinische Forschung der Nachrichtenagentur AFP mit.
Nord-Kivu grenzt an Ruanda. Die Grenze wurde nach Angaben aus Behördenkreisen und laut AFP-Journalisten vor Ort am Sonntag für Nicht-Ruander geschlossen.
"Die Zahl der Infektions- und Todesfälle, die wir innerhalb so kurzer Zeit beobachten, sowie die Ausbreitung über mehrere Gesundheitsbezirke und nun auch über die Grenze hinweg sind äußerst besorgniserregend", sagte die Leiterin des Notfallprogramms von Ärzte ohne Grenzen, Trish Newport. Ihre Hilfsorganisation bereite daher eine "groß angelegte Hilfsaktion" vor.
Der Transport medizinischer Ausrüstung ist in der Demokratischen Republik Kongo allerdings eine Herausforderung: Das Land ist mehr als sechs Mal so groß wie Deutschland und die Infrastruktur ist schlecht.
Isaac Nyakulinda, ein Vertreter der örtlichen Zivilgesellschaft, schilderte AFP: "Seit zwei Wochen sehen wir, wie Menschen sterben. Es gibt keinen Ort, wo man die Kranken isolieren kann. Sie sterben zu Hause, und ihre Leichen werden von ihren Angehörigen bestattet."
Das Auswärtige Amt in Berlin warnte am Sonntag, auch wenn aus Uganda bislang nur ein Todesopfer durch die Bundibugyo-Variante gemeldet worden sei, sei angesichts des regen Grenzverkehrs mit dem Kongo "mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen". Deutsche Staatsbürger in Uganda wurden daher aufgerufen, von nicht notwendigen Besuchen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen abzusehen, Menschenmengen zu meiden und keine Wildtierprodukte zu essen. Für weite Teile des Kongos gilt bereits eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.
Ebola verläuft oftmals tödlich. Bei den Epidemien der vergangenen Jahre waren zwischen 25 und 90 Prozent der Erkrankten an der Virusinfektion gestorben. Ebola-Kranke leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie an inneren Blutungen und schließlich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten, die Inkubationszeit kann bis zu drei Wochen betragen.
Trotz Fortschritten bei Impfstoffen und Behandlungsmethoden hat das hochansteckende hämorrhagische Fieber in Afrika in den vergangenen 50 Jahren schätzungsweise 15.000 Menschen das Leben gekostet.
Der jetzige Ausbruch ist die 17. Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. Zuletzt war die Virus-Krankheit in dem Land im vergangenen August ausgebrochen, 34 Menschen starben. Der bislang folgenschwerste Ebola-Ausbruch in der DR Kongo ereignete sich zwischen 2018 und 2020. Damals starben rund 2300 der insgesamt etwa 3500 Infizierten.
Die seltene Bundibogyo-Variante war erstmals 2007 nachgewiesen worden. Eine Impfung existiert bisher nur für den 1976 entdeckten Zaire-Stamm des Ebola-Virus.
P.Keller--VB