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Pakistan sieht wachsende Unterstützung für seine Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg
Pakistan sieht nach einem Treffen mit den Außenministern mehrerer Regionalmächte wachsende Unterstützung für seine Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg. Die Minister Saudi-Arabiens, der Türkei und Ägyptens hätten bei ihren Beratungen in Islamabad "ihre volle Unterstützung" für mögliche Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Pakistans Hauptstadt bekundet, sagte Pakistans Außenminister Ishaq Dar am Sonntag in einer im Fernsehen übertragenen Erklärung.
Bei dem Vierer-Treffen in Islamabad empfing Dar seinen ägyptischen Kollegen Badr Abdelatty, den türkischen Außenminister Hakan Fidan und Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan. "Die Außenminister sprachen sich für Dialog und Diplomatie als einzigen gangbaren Weg aus, um Konflikte zu verhindern und regionalen Frieden und Harmonie zu fördern", sagte Dar.
Die drei Außenminister trafen zudem mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif und dem einflussreichem Armeechef Asim Munir zusammen. Vertreter der USA oder Israels waren nicht zugegen, wie es aus Ministeriumskreisen hieß.
Die USA und Israel hatten den Krieg im Nahen Osten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangiffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.
Das unter strengen Sicherheitsvorkehrungen abgehaltene Treffen in Islamabad war dem pakistanischen Außenministerium zufolge einberufen worden, "um die sich entwickelnde Lage in der Region zu erörtern und Fragen von gemeinsamem Interesse zu besprechen". Im Mittelpunkt standen demnach die Besorgnis über die Auswirkungen des Krieges, darunter die Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus.
Ägyptischen Angaben zufolge ging es bei dem Treffen darum, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern und "einen Verhandlungsweg" zwischen Teheran und Washington zu fördern. Damit solle verhindert werden, dass die Region "in völliges Chaos abgleitet".
Im Iran-Krieg bemüht sich Pakistan um eine Vermittlerrolle zwischen dem Iran und den USA. Die Regierung in Islamabad verfügt über gute Beziehungen zu Teheran und den Golfstaaten sowie zu den USA.
Pakistans Außenminister Dar sagte zudem, er und Premierminister Sharif hätten mehrfach mit hochrangigen Vertretern der Führung in Teheran telefoniert, darunter Präsident Masud Peseschkian und Außenminister Abbas Araghtschi. Überdies stünden sie in "aktivem Austausch" mit der US-Regierung von Präsident Donald Trump.
Pakistan sei "sehr erfreut, dass sowohl der Iran als auch die USA ihr Vertrauen in Pakistan als Vermittler der Gespräche zum Ausdruck gebracht haben", sagte der Minister weiter. Sein Land werde es "als Ehre betrachten, in den kommenden Tagen sinnvolle Gespräche zwischen den beiden Seiten auszurichten und zu moderieren, um eine umfassende und dauerhafte Lösung des andauernden Konflikts zu erreichen".
H.Weber--VB