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Neue iranische Angriffswelle auf Israel und Golfstaaten - Israelische Angriffe auf Libanon
Die iranischen Streitkräfte haben erneut Ziele in Israel und mehreren Golfstaaten angegriffen. Die jüngste Angriffswelle sei die bisher "intensivste und schwerste" gewesen, berichtete der iranische Staatssender Irib am Mittwoch unter Berufung auf die iranischen Revolutionsgarden. Mehrere Golfstaaten meldeten Raketen- und Drohnenangriffe. Die US-Armee zerstörte US-Präsident Donald Trump zufolge mehrere iranische Minenleger-Schiffe. Die israelische Armee griff derweil Ziele im Libanon an.
Die iranischen Streitkräfte zielten iranischen Staatsmedien zufolge auf Tel Aviv, Jerusalem und Haifa im Norden Israels sowie "zahlreiche US-Ziele in Erbil" im Norden des Irak, den Marinestützpunkt der fünften US-Flotte in Bahrain und den US-Armeestützpunkt Arifdschan südlich von Kuwait-Stadt ab. Der Raketenangriff habe drei Stunden gedauert. Der israelische Rettungsdienst erklärte, seine Einsatzkräfte würden "eine kleine Anzahl von Menschen behandeln, die auf dem Weg in geschützte Bereiche verletzt wurden". Der israelische Sender Channel 12 berichtete von mehreren Verletzten nahe Tel Aviv.
Mehrere Golfstaaten meldeten Raketen- und Drohnenangriffe. Die saudiarabische Armee fing nach Angaben aus Riad sieben ballistische Raketen über dem saudiarabischen Territorium ab. Sechs davon hätten den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan in der Provinz al-Chardsch anvisiert, teilte das saudiarabische Verteidigungsministerium mit. Zudem seien sieben Drohnen abgefangen worden, die auf dem Weg zu dem Ölfeld Schaybah im Südosten des Landes gewesen sein. Acht weitere Drohnen seien im Osten des Landes abgefangen worden.
Kuwait gab bekannt, insgesamt acht Drohnen abgefangen zu haben, ohne weitere Details zu nennen. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten derweil neue Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran. In der katarischen Hauptstadt Doha waren mehrere laute Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Sicherheitsbedrohung sei groß, erklärte das katarische Innenministerium im Onlinedienst X und rief die Menschen auf, zuhause zu bleiben.
Die US-Armee zerstörte derweil nach Angaben Trumps mehrere iranische Minenleger-Schiffe. "Zehn inaktive Minenleger-Schiffe" seien zerstört worden, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Später erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom im Onlinedienst X, die Zahl der zerstörten Schiffe nahe der für die weltweite Schifffahrt bedeutsamen Straße von Hormus sei auf 16 gestiegen.
Trump hatte den Iran zuvor davor gewarnt, die Straße von Hormus zu verminen. "Sollten aus irgendeinem Grund Minen gelegt worden sein und diese nicht umgehend entfernt werden, werden die militärischen Konsequenzen für den Iran ein Ausmaß erreichen, wie es noch nie zuvor zu sehen war", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges stieg auch der Ölpreis weiter an. An der Chicagoer Börse legte der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI um fünf Prozent auf 87,65 Dollar (75,49 Euro) zu. Angesichts der steigenden Preise schlug die Internationale Energie-Agentur (IEA) dem "Wall Street Journal" zufolge die größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten in seiner Geschichte vor. Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine auf den Markt gebracht hatten, berichtete die US-Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Beamte.
Der Vorschlag sei bei einer Sondersitzung der 32 IEA-Mitglieder am Dienstag unterbreitet worden, berichtete das "Wall Street Journal". Eine Entscheidung werde für Mittwoch erwartet.
Die israelische Armee griff derweil nach eigenen Angaben Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon an. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete mehrere israelische Angriffe in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut. Später meldete NNA einen israelischen Angriff auf ein Wohngebäude in dem Gebiet Aischa Bakkar im Zentrum von Beirut. Ein AFP-Journalist berichtete von zerstörten Wänden im siebten und achten Stock des Gebäudes.
Das libanesische Gesundheitsministerium meldete zudem fünf Tote bei israelischen Angriffen in dem südlibanesischen Dorf Kana. Bei einem Angriff auf Salaja im Südosten sei ein weiterer Mensch getötet worden.
F.Stadler--VB