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Selenskyj nimmt in München stellvertretend für alle Ukrainer Kleist-Preis entgegen
Für ihren anhaltenden Widerstand gegen die russischen Invasionstruppen sind die Ukrainer mit dem Ewald-von-Kleist-Preis der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) geehrt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm den Preis am Samstagabend stellvertretend für die ukrainische Bevölkerung in Empfang. Gastgeber der Zeremonie in München war Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).
Die Ukrainer kämpften seit Jahren "für ihre Freiheit, Unabhängigkeit und Würde" und würden für ihren "Mut und ihre Widerstandskraft" geehrt, hatte im Vorfeld der MSC-Vorsitzende Wolfgang Ischinger zur Begründung der Preisverleihung erklärt.
Der Ewald-von-Kleist-Preis wird seit 2009 für besondere Beiträge zur internationalen Verständigung und Konfliktbewältigung verliehen. Der Verleger und ehemalige NS-Widerstandskämpfer Kleist war Gründer der Konferenz, die erstmals 1963 unter dem Namen Internationale Wehrkunde-Begegnung stattfand.
Erster Preisträger war der frühere US-Außenminister und Sicherheitsberater Henry Kissinger. 2014 wurde der ehemalige Kanzler Helmut Schmidt (SPD) geehrt, 2021 ging die Auszeichnung an die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Zu den weiteren Preisträgern zählen die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und die Vereinten Nationen. Im vergangenen Jahr wurde die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ausgezeichnet.
R.Fischer--VB