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Behörden: Vater und drei kleine Kinder bei russischem Angriff in Ostukraine getötet
Bei einem russischen Drohnenangriff in der ostukrainischen Region Charkiw sind nach Angaben der dortigen Behörden drei kleine Kinder und ihr Vater getötet worden. Die schwangere Mutter und die Großmutter der Kinder wurden bei dem Angriff auf ein privates Wohnhaus in der Stadt Bohoduchiw verletzt, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Der tödliche Angriff auf die Familie löste Entsetzen in der Ukraine aus.
"Dies ist absichtlicher Terror gegen Zivilisten, gegen Familien, gegen Kinder. Russland tötet bewusst unsere Zukunft", erklärte Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko. Bei den getöteten Kindern handelte es sich nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft um zwei einjährige Jungen und ein zweijähriges Mädchen.
Während der 34-jährige Vater den Angaben zufolge ebenfalls getötet wurde, überlebte die 35-jährige Mutter. Die im achten Monat schwangere Frau erlitt unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma und Verbrennungen. Die Großmutter wurde ebenfalls verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert, wie der Bürgermeister von Bohoduchiw, Wolodymy Bielyj, mitteilte.
Bohoduchiw liegt rund 20 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Das Haus sei durch den Angriff "vollständig zerstört" worden und in Brand geraten, erklärte die Staatsanwaltschaft im Onlinedienst Telegram. Die Familie sei unter den Trümmern verschüttet worden.
Die Familie war Behördenangaben erst vor wenigen Tagen nach Bohoduchiw gezogen, um näher bei Verwandten zu sein. Der Gemeindeleiter von Welyka Rogosjanka, wo die Familie herkommt, teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass der Vater einige Monate in der ukrainischen Armee gedient und den Militärdienst beendet habe, nachdem er ein Bein durch eine Mine verloren habe. Erst in der vergangenen Woche habe das Paar seine Ehe formell eintragen lassen, fügte Gemeindeleiter Anatoli Jelisejew hinzu.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Angriff in Bohoduchiw als weiteren Beleg dafür, dass Russland die Verhandlungen über ein Ende seine Angriffskriegs nicht ernsthaft betreibe. "Jeder solcher Angriff untergräbt das Vertrauen in alles, was diplomatisch getan wird, um diesen Krieg zu beenden", erklärte Selenskyj.
Nach seinen Angaben gab es auch einen Drohnenangriff der russischen Armee auf ein Krankenhaus in der südukrainischen Stadt Saporischschja. Angaben über dortige mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor.
D.Schlegel--VB