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US-Außenminister Rubio reist am Sonntag nach Ungarn
Nach der öffentlichen Unterstützung von US-Präsident Donald Trump für den ungarischen Regierungschef Viktor Orban vor der Parlamentswahl in Ungarn reist US-Außenminister Marco Rubio am Sonntag nach Budapest. Nach seiner Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) reist der US-Chefdiplomat weiter nach Ungarn und in die Slowakei, wie das US-Außenministerium am Montag (Ortszeit) mitteilte.
In Budapest werde Rubio am Sonntag und Montag "mit wichtigen ungarischen Regierungsvertretern zusammentreffen, um unsere gemeinsamen bilateralen und regionalen Interessen zu stärken, darunter unser Engagement für Friedensprozesse zur Lösung globaler Konflikte sowie für die Energiepartnerschaft zwischen den USA und Ungarn", erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott.
Vergangene Woche hatte Trump Orban seine Unterstützung bei der Parlamentswahl in Ungarn am 12. April ausgesprochen. "Viktor Orban ist ein wahrer Freund, Kämpfer und Gewinner", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. "Ich erteile ihm meine vollständige und uneingeschränkte Unterstützung für die Wiederwahl als Ministerpräsident von Ungarn."
Trump bezeichnete seinen langjährigen Verbündeten als "wirklich starken und mächtigen Anführer". Er habe Orban bereits 2022 vor dessen Wiederwahl unterstützt, und es sei ihm "eine Ehre, dies erneut zu tun".
Orban gilt als enger Vertrauter Trumps und teilt viele seiner politischen Ansichten, etwa in der Migrationspolitik. Zuletzt waren die beiden Politiker am 22. Januar bei der Gründung eines von Trump angestoßenen "Friedensrats" am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos zusammengekommen. Im November hatte Trump Orban im Weißen Haus empfangen und dessen enge Beziehungen zu dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gepriesen.
Vor der Wahl in Ungarn steht der 62-jährige Orban allerdings unter Druck: Laut Umfragen liegt der Chef der oppositionellen Tisza-Partei, Peter Magyar, vorn. Orban ist mit 16 Amtsjahren in Folge der am längsten amtierende Regierungschef der Europäischen Union. Er steht seit Jahren mit der EU auf Kriegsfuß und hatte etwa die europäischen Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Krieg wiederholt verzögert.
Rubio wird außerdem die Slowakei besuchen, wo der Trump-Verbündete Robert Fico die Regierung anführt.
R.Buehler--VB