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Lawrow: Ukraine steckt hinter Schüssen auf russischen General in Moskau
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die Ukraine für mehrere Schüsse auf einen hochrangigen russischen Armeevertreter in Moskau verantwortlich gemacht. "Dieser Terroranschlag bestätigt einmal mehr die Ausrichtung des Regimes von (Präsident Wolodymyr) Selenskyj auf ständige Provokationen, die darauf abzielen, den Verhandlungsprozess zum Scheitern zu bringen", sagte Lawrow am Freitag im russischen Fernsehen mit Blick auf die Verhandlungen zu einem Ende der Kämpfe in der Ukraine.
Der stellvertretende Leiter des Moskauer Militärgeheimdiensts GRU, Wladimir Aleksejew, war zuvor in einem Moskauer Wohnhaus von mehreren Schüssen getroffen und ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der unbekannte Tatverdächtige sei geflohen, hieß es aus Ermittlerkreisen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und die Fahndung nach dem oder den Tätern seien im Gang, erklärte die Sprecherin des Ermittlungskomitees, Swetlana Petrenko.
Aleksejew war wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an Cyberangriffen sowie an dem Nervengift-Anschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal 2018 in Großbritannien von westlichen Sanktionen belegt.
Seit dem Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 wurden bereits mehrere hochrangige Mitglieder des russischen Militärs getötet. Die Ukraine erklärte, einige der Tötungen seien Mordanschläge Kiews gewesen. Zu den Schüssen auf Aleksejew äußerte sich Kiew zunächst nicht.
Aleksejew war während des syrischen Bürgerkriegs für Geheimdiensteinsätze in Syrien verantwortlich - Moskau hatte den mittlerweile gestürzten Machthaber Baschar al-Assad unterstützt. Nach dem Aufstand der russischen Söldner-Gruppe Wagner gegen die russische Armeeführung 2023 wurde Aleksejew mit den Verhandlungen mit dem damaligen Chef der Wagner-Gruppe, Jewgeny Prigoschin, betraut.
R.Braegger--VB