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Nato hat mit Planung für Arktis-Mission "Arctic Sentry" begonnen
Die Nato hat mit der militärischen Planung einer Arktis-Mission begonnen. "Die Planungen für eine Nato-Maßnahme zur verstärkten Wachsamkeit mit Namen 'Arctic Sentry' laufen", teilte der Sprecher des obersten Nato-Kommandos in Europa, Martin O'Donnell am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP mit und bestätigte damit einen Bericht des "Spiegel". Details wollte O'Donnell nicht nennen, da die Planungen gerade erst begonnen hätten.
Im Zuge der Diskussion um die US-Pläne für Grönland war eine gemeinsame Nato-Mission für die Arktis vorgeschlagen worden. Unter anderem Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte in diesem Zusammenhang von einer möglichen Mission "Arctic Sentry" (Wächter der Arktis) gesprochen. Der Name verweist auf die Nato-Missionen "Baltic Sentry" in der Ostsee und "Eastern Sentry" an der Ostflanke der Nato.
Nach der vorläufigen Einigung im Grönland-Streit mit den USA hatten Europäer und Nato ein größeres Engagement in der Arktis angekündigt. Nato-Generalsekretär Mark Rutte und US-Präsident Donald Trump hatten beim Weltwirtschaftsforum in Davos einen "Rahmen für ein zukünftiges Abkommen" über die Sicherheit in der Arktis vereinbart
In den Wochen davor hatte Trump immer wieder Anspruch auf Grönland erhoben und wiederholt betont, sich das zum Nato- und EU-Mitglied Dänemark gehörende autonome Gebiet notfalls mit Gewalt zu "nehmen". Der US-Präsident hatte dies mit der nationalen Sicherheit seines Landes begründet.
O'Donnell erläuterte, die Maßnahmen, mit deren Planung nun begonnen wurde, sollten die Stellung der Nato in der Arktis und dem hohen Norden weiter stärken.
T.Suter--VB