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Wiedereröffnung des Grenzübergangs Rafah: Zwölf Menschen nach Ägypten eingereist
Am ersten Tag der offiziellen Wiederöffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten haben örtlichen Informationen zufolge jeweils zwölf Menschen die Grenze in beide Richtungen überschritten. "Fünf Verletzte und sieben Begleitpersonen" seien am Montag aus dem Gazastreifen nach Ägypten eingereist, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus informierten Kreisen an der Grenze. Das von der islamistischen Hamas kontrollierte Innenministerium des Gazastreifens bestätigte derweil ebenfalls den Grenzübertritt von zwölf Menschen, die am Montag in den Gazastreifen zurückkehrten.
Neun Frauen und drei Kinder seien in das palästinensische Küstengebiet zurückgekehrt, nachdem sie in Ägypten versorgt worden seien, erklärte ein palästinensischer Vertreter der Nachrichtenagentur AFP.
Offiziellen Angaben zufolge bleibt die Einreise der zugelassenen Patienten an der ägyptischen Grenze zunächst auf 50 pro Tag plus jeweils zwei Begleitpersonen begrenzt.
Rafah ist der einzige Grenzübergang aus dem Gazastreifen, der nicht über Israel führt. Die Wiedereröffnung erfolgte auf der Grundlage des US-Friedensplans. Der wichtige Grenzübergang, der früher für humanitäre Hilfslieferungen genutzt wurde, war am Montag wieder für den begrenzten Personenverkehr in beide Richtungen geöffnet worden.
Der israelische öffentlich-rechtliche Sender Kan hatte berichtet, dass am Montag 50 Menschen in den Gazastreifen einreisen sollten. Zudem sollten voraussichtlich rund 150 Menschen, darunter 50 Patienten, das Gebiet in Richtung Ägypten verlassen dürfen. Der Grenzübergang soll laut dem Sender täglich für etwa sechs Stunden geöffnet sein. Angaben aus Ägypten hatten diese Zahlen bestätigt.
Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel. Beide Seiten werfen sich jedoch immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor.
R.Kloeti--VB