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"Strategische Partnerschaft": Vietnam und EU bauen Zusammenarbeit aus
Vietnam und die Europäische Union vertiefen ihre diplomatischen Beziehungen und bauen ihre Zusammenarbeit aus. "Wir heben unsere Beziehungen auf die höchste Ebene - zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft", sagte EU-Ratspräsident António Costa am Donnerstag bei einem Besuch in Vietnam. Diese Aufwertung spiegele die "Tiefe und Breite" der Zusammenarbeit zwischen der beiden Seiten wider, sagte Costa unter Bezugnahme auf Bereiche wie Handel, Technologie und Sicherheit.
Costa äußerte sich bei einer Pressekonferenz in Hanoi an der Seite des vietnamesischen Präsidenten Luong Cuong. "Wir können im Handel, bei grüner Energie, in der Entwicklungswirtschaft sowie in Sicherheit und Verteidigung noch viel mehr erreichen", sagte der EU-Ratspräsident.
Vietnam und die EU hatten 2019 ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Seitdem ist der bilaterale Handel um rund 40 Prozent gewachsen. Der stark steigende Handelsüberschuss Hanois gegenüber der EU hat jedoch bei den europäischen Staats- und Regierungschefs für Unmut gesorgt. Sie fordern den Abbau von Handelshemmnissen für wichtige EU-Produkte wie etwa Autos.
Vietnam ist eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Asiens. Die vietnamesische Wirtschaft hat im vergangenen Jahr um acht Prozent zugelegt - trotz neuer US-Zölle von 20 Prozent. Die USA sind der größte Exportmarkt für Vietnam.
Neben den USA ist China der wichtigste Handelspartner Vietnams. Angesichts zunehmender Handelsunsicherheit sucht das Land jedoch nach neuen Märkten.
L.Maurer--VB