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Jochen Ott will es wie Olaf Scholz machen: NRW-SPD will Wahlsieg gegen Wüst
Der mehr als ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zum SPD-Spitzenkandidaten gekürte Jochen Ott sieht Chancen, Amtsinhaber Hendrik Wüst (CDU) aus dem Amt zu verdrängen. Dabei verglich der mit der SPD in den Umfragen weit zurückliegende Ott am Sonntag in der "Rheinischen Post" seine Situation mit dem Wahlsieg der SPD mit Olaf Scholz bei der Bundestagswahl 2021. "Keiner hat Olaf Scholz 2021 eine Chance ausgerechnet. Am Ende war er Bundeskanzler."
Auch der SPD-Kandidatin Hannelore Kraft habe 2010 niemand eine Chance gegeben, trotzdem sei sie nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin geworden. Genauso sei es Armin Laschet bei seiner Wahl zum NRW-Ministerpräsidenten der CDU ergangen, sagte Ott.
Deshalb sei es gut, dass die SPD nun 15 Monate vor der nächsten Landtagswahl Klarheit bei der Spitzenkandidatur habe, sagte der Chef der SPD-Landtagsfraktion der Zeitung. "Es ist eine reizvolle Aufgabe, Ministerpräsident von NRW zu werden", sagte Ott. Aber natürlich habe er das für sich selbst gut abgewogen. "Die kommenden 15 Monate werden kein Pappenstiel werden."
Im Fall eines Wahlsiegs wolle er Nordrhein-Westfalen zum "familienfreundlichsten Bundesland" machen, sagte er der "Rheinischen Post". Ott kündigte für diesen Fall ein Startkapital für alle neugeborenen Kinder in Höhe von 5000 Euro an, das bis zum 18. Lebensjahr angelegt und dann ausgezahlt werden soll.
Die kommende Landtagswahl ist voraussichtlich im Frühjahr 2027. In den jüngsten Umfragen des vergangenen Jahres war die SPD in NRW zwar zweitstärkste Kraft, aber mit einem großen Rückstand auf die regierende CDU.
A.Ruegg--VB