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Hunderte protestieren in Berlin trotz verschobenen Besuchs gegen Syriens Präsident
In Berlin haben am Montag trotz des verschobenen Besuchs hunderte Menschen gegen den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa demonstriert. Rund 800 Menschen versammelten sich am Nachmittag am Brandenburger Tor, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Zunächst wurden keine besonderen Vorkommnisse gemeldet. Hinter den Protesten am Brandenburger Tor in Berlin stehen Organisationen und Vereine wie die Kurdische Gemeinde Deutschland und die Gesellschaft für bedrohte Völker.
Damaskus verschob al-Scharaas für Dienstag geplanten ersten Besuch in Berlin wegen der innenpolitischen Situation in Syrien. Die Initiatoren der Kundgebung werfen dem Ex-Dschihadisten Al-Scharaa vor, "Verantwortung für Massaker, Vertreibungen und systematische Gewalt gegen Zivilistinnen und Zivilisten in Syrien" zu tragen.
Sie fordern deshalb "die sofortige Absage" des Besuchs von Al-Scharaa. "Ein politischer Empfang würde das Leid der Opfer ignorieren und islamistischen Gewaltakteuren politische Legitimität verleihen", hieß es im Kundgebungsaufruf. Die Bundesregierung betonte, sie halte an der Einladung al-Scharaas fest.
Bei einer Offensive im Norden und Osten des Landes hatten syrische Regierungstruppen in den vergangenen Tagen kurdische Kämpfer aus mehreren bisher von ihnen beherrschten Gebieten vertrieben. Darunter war auch die nordsyrische Großstadt Aleppo.
B.Baumann--VB