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Klingbeil: Das transatlantische Verhältnis "löst sich gerade auf"
Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hält das Verhältnis zu den USA für stark beschädigt. "Das transatlantische Bündnis ist in einem viel tiefer greifenden Umbruch, als wir das bisher vielleicht wahrhaben wollten", sagte Klingbeil am Mittwoch bei einer Veranstaltung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin. "Das transatlantische Verhältnis, das wir bisher kannten, löst sich gerade auf."
Klingbeil verwies auf den US-Militäreinsatz gegen Venezuela. Dass die USA unter Präsident Donald Trump völkerrechtswidrig in das Land eindringen und den Präsidenten Nicolás Maduro entführen, dürfe nicht als Einzelfall gesehen werden. "Die Trump-Administration hat deutlich gemacht, dass sie die westliche Hemisphäre dominieren will."
Unter Trump wende "sich die US-Administration politisch und kulturell noch immer weiter von Europa ab", sagte der Vizekanzler und Bundesfinanzminister weiter. Dies zeige auch Trumps Gebaren mit Blick auf Grönland und die neue nationale Sicherheitsstrategie der US-Regierung. "Die Strategie und das Handeln könnten fast wie eine Kampfansage an die Europäische Union und unsere freiheitlich-demokratische Ordnung gelesen werden."
B.Wyler--VB