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Honduras: Trump ruft zu Wahl von rechtsgerichtetem Präsidentschaftskandidaten auf
US-Präsident Donald Trump hat sich in die am Sonntag stattfindende Präsidentschaftswahl in Honduras eingemischt und die Bürger des zentralamerikanischen Landes aufgerufen, für den rechtsgerichteten Kandidaten Nasry Asfura zu stimmen. Asfura sei "der einzig echte Freund der Freiheit in Honduras", erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Er könne mit Asfura zusammenarbeiten, "um die Narko-Kommunisten zu bekämpfen und die nötige Hilfe zu den Menschen in Honduras zu bringen".
Mit Asfuras Kontrahentin, der linksgerichteten Rixi Moncada, und den "Kommunisten", könne er hingegen nicht zusammenarbeiten, erklärte Trump. Der dritte Präsidentschaftskandidat, der rechtsgerichtete Salvador Nasralla, sei "kein vertrauenswürdiger Verbündeter für die Freiheit". Er tue nur so, als sei er ein "Antikommunist", um Asfuras Stimmen abzugreifen, schrieb der US-Präsident.
Der 67-jährige Asfura bedankte sich bei Trump für dessen Unterstützung. "Wir stehen fest zu der Verteidigung unserer Demokratie, unserer Freiheit und der Werte, die unser Land groß machen", erklärte der frühere Bürgermeister der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa in Onlinediensten.
Trump warnte zugleich vor der angeblichen Einflussnahme von Venezuelas linksnationalistischem Präsidenten Nicolás Maduro auf die Wahlen in Honduras. "Werden Maduro und seine Narko-Terroristen ein weiteres Land übernehmen, wie schon Kuba, Nicaragua und Venezuela?", schrieb er auf Truth Social.
Seit Monaten ist die Lage zwischen Venezuela und den USA angespannt. Washington wirft Caracas vor, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. In den vergangenen Wochen hatte die US-Regierung mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Karibik entsandt - nach eigenen Angaben, um den Drogenhandel zu bekämpfen.
Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden nach US-Angaben bislang mehr als 80 Menschen getötet und mehr als 20 Schiffe versenkt. Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz.
R.Braegger--VB