-
Merz verteidigt Reformkurs: "Wir holen nach, was wir längst hätten machen müssen"
-
Rallye: WM-Finale in Saudi-Arabien wegen Kriegs gestrichen
-
Mindestens fünf Tote bei Angriffen im Jemen und in Saudi-Arabien
-
Staatsbesuch: Trump will Xi persönlich am Flughafen empfangen
-
Klage scheitert: Schulleiter bekommt keinen Ausgleich für Überstunden
-
"Kontrolle nicht verlieren": Charles III. richtet Appell an führende KI-Unternehmen
-
AFP-Fotos scheinen Trump mit Darstellung von Abriss des Kennedy Centers zu zeigen
-
Deutschlands größter Offshore-Windpark eingeweiht
-
Drohender Streik: Micron-Beschäftigte in Taiwan lehnen Bonus von 68 Monatsgehältern ab
-
Erkrankter stirbt nach Malariainfektion nahe Frankfurter Flughafen
-
Glücksspiel im Internet: BGH prüft Rückforderung von verlorenen Einsätzen
-
Polzin vor Vertragsverlängerung beim HSV
-
KI-Aufholjagd: Europa macht bei industriellen Anwendungen Boden gut
-
Dianas Bruder erhebt heftige Vorwürfe gegen Charles III. - Palast dementiert
-
US-Kongress will Haushalte vor steigenden Stromkosten durch Rechenzentren schützen
-
Todesfall nach Malariainfektion nahe Frankfurter Flughafen
-
Oppositionelles Mitte-Links-Lager gewinnt Parlamentswahl in Schweden
-
Ukrainische Regierung plant 2027 Rekordausgaben für Verteidigung
-
Bayern: Festnahme nach mutmaßlichem Mord an 45-Jährigem bei Feier in Coburg
-
Festnahme in Brandenburg: IS-Anhänger soll Anschlag auf Kirche in Bremen geplant haben
-
Aus Rotweinfass verschwunden: Unbekannte stehlen tausende Liter Maische von Weingut
-
Erdogan will 2028 erneut antreten und setzt auf vorgezogene Wahl
-
Streit um Teilnahme Israels: Irland will ESC auch 2027 boykottieren
-
Gemischtes Echo auf Bas-Plan gegen Sozialmissbrauch
-
Urteil: Meta haftet für Fake-Werbung auf Instagram und Facebook
-
Carney begrüßt "neue Allianz" mit der EU und weist Kritik Trumps zurück
-
Russland stehen verschärfte US-Sanktionen bevor - Kreml nennt Kongressvotum "feindselig"
-
Oppositionelles Mitte-Links-Lager gewinnt Parlamentswahl in Schweden knapp
-
OLG: Niedersächsische Sparkasse muss Konto von linkem Verein weiterführen
-
SPD-Generalsekretär räumt Fehler bei Erklärung zu Zweitwohnungssteuer ein
-
Baumarkt-Streit um Farbe Orange: Obi verliert vor BGH
-
Viele Menschen würden mehrere tausend Euro für humanoide Haushaltsroboter zahlen
-
Neptun-Werft in Rostock profitiert von weiterem Großauftrag für Offshore-Konverter
-
Nach Kreislaufproblemen: Karetsas vor Comeback
-
Brutaler homophober Angriff auf 26-Jährigen an Berliner S-Bahnhof
-
Steuerhinterziehung in Millionenhöhe mit Fahrdienstleistern in Frankfurt am Main
-
Palästinensische Autonomiebehörde protestiert gegen US-Einreiseverbot für Abbas
-
Gewalttat in Hamburg: Mann soll 34-jährige Ehefrau getötet haben
-
AfD-Verteidigungspolitiker kritisiert eigene Partei in Ukraine-Politik
-
Carney begrüßt Vorschlag für "assoziierte" Mitgliedschaft in der EU
-
Klopp erklärt Verzicht auf Sané und Co.: "Nicht Fuß gefasst"
-
Essen im Restaurant: Senkung der Mehrwertsteuer führt nicht zu niedrigeren Preisen
-
Bevölkerung: Jede dritte Familie in Deutschland hat Einwanderungsgeschichte
-
Diesel so teuer wie nie - Auch Wirtschaftsministerin Reiche für Mehrwertsteuersenkung
-
Kabarett statt Kabinett: Bayerns Justizminister Eisenreich tritt zurück
-
Studie: Impfquoten bei Kindern gehen in Europa seit Corona-Krise zurück
-
Social Media ab 13 Jahren und weniger Funktionen: Brüssel schlägt neue Regeln vor
-
FC Bayern: Gnabry soll Comeback feiern
-
Jackpot geknackt: Tipper aus Mecklenburg-Vorpommern um 50 Millionen Euro reicher
-
Datenschutz im Privaten: Bundesgerichtshof hat Fragen an europäische Richter
Zerstörte Energieanlagen: Kiew setzt für Winter auf Gas-Importe aus Griechenland
Die Ukraine setzt angesichts ihrer von Russland zerstörten Energieanlagen auf Gas-Importe aus Griechenland. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf am Sonntag zu Gesprächen über Gaslieferungen an sein Land in Athen ein. Zuvor hatte er eine "Umstrukturierung" in dem von einem Korruptionsskandal erschütterten Energiesektor seines Landes angekündigt. Derweil wurden bei neuen russischen Angriffen in der Ukraine mindestens vier Menschen getötet. Die Ukraine meldete einen Angriff auf eine russische Ölanlage nahe Moskau.
In der griechischen Hauptstadt traf Selenskyj zu Gesprächen mit Regierungschef Kyriakos Mitsotakis zusammen. Das staatliche griechische Gasunternehmen Depa und ihr ukrainisches Pendant Naftogas gaben anlässlich des Treffens die Unterzeichnung einer Absichtserklärung bekannt. Demnach wird Griechenland "für den Winterzeitraum von Dezember 2025 bis März 2026" Flüssigerdgas aus den USA an die Ukraine liefern.
Die Vereinbarung zwischen Kiew und Athen sei "ein wichtiger Schritt zur Stärkung der regionalen Zusammenarbeit im Energiebereich und der europäischen Energiesicherheit", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Unternehmen. Ziel sei es, die Ukraine "in einem schwierigen Winter zu unterstützen".
Bei der Unterzeichnung war neben Mitsotakis und Selenskyj auch die neue US-Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, anwesend. Guilfoyle besuchte Selenskyj am Sonntag in der ukrainischen Botschaft in Athen, wie der staatliche Sender ERT News berichtete.
Gas ist die wichtigste Heizenergiequelle der Ukraine. Mit dem Gas aus Griechenland soll die Ukraine besser durch den Winter kommen. Mitsotakis sprach von einer "entscheidenden neuen Dimension" in den bilateralen Beziehungen und einen "bedeutenden Schritt hin zur endgültigen Energieunabhängigkeit von russischem Gas". Ihm zufolge fließt das Gas über einen "Energiekorridor" vom nordöstlichen Hafen Alexandroupolis aus in Richtung Ukraine.
Mitsotakis sicherte der Ukraine laut einer gemeinsamen Erklärung zudem Griechenlands Unterstützung für den Wiederaufbau nach dem Krieg und die Vertiefung der Zusammenarbeit bei Sicherheit und Verteidigung zu.
Selenskyj bedankte sich auch bei US-Präsident Donald Trump "für die Tatsache, dass wir nicht nur Erdgas aus Griechenland, sondern auch über Griechenland beziehen können". Der ukrainische Staatschef betonte, dass der bevorstehende Winter "eine immense Herausforderung (...) für das ukrainische Volk" sei. Die Vereinbarung mit Griechenland sei daher "ein wichtiger Teil des umfangreichen Energiepakets, das wir für diesen Winter vorbereitet haben".
Laut Selenskyj hat Kiew Finanzierungsvereinbarungen über Gasimporte im Wert von "fast zwei Milliarden Euro" abgeschlossen, um die Produktionsausfälle infolge der russischen Angriffe auszugleichen. Diese Summe kommt demnach von der ukrainischen Regierung, europäischen Banken unter der Garantie der Europäischen Kommission, ukrainischen Banken sowie von Norwegen.
Die griechische Hauptstadt bildet den Auftakt einer Europareise, die Selenskyj anschließend nach Frankreich und Spanien führt. Themen in allen drei Hauptstädten werden die Verteidigung der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg, weitere Waffenlieferungen des Westens sowie die Energieversorgung der Ukraine sein.
Russland griff zuletzt massiv Energieversorgungs- und Produktionsanlagen in der Ukraine an. Nach Angaben Kiews startete Moskau im vergangenen Monat die schwersten Bombenangriffe gegen ukrainische Gasanlagen seit Beginn der russischen Invasion 2022. Dadurch seien rund 60 Prozent der Produktion lahmgelegt worden.
Umso empörter reagierten die Menschen in der Ukraine auf den jüngsten Korruptionsskandal im Energiesektor des Landes, in dessen Zentrum der Kernkraftwerksbetreiber Enerhoatom und ein Vertrauter Selenskyjs, Timur Minditsch, stehen. Das ukrainische Antikorruptionsbüro (Nabu) hatte Anfang der Woche nach eigenen Angaben ein "kriminelles System" aufgedeckt, das zur Veruntreuung von umgerechnet etwa 86 Millionen Euro geführt habe.
Nachdem die Minister für Justiz und Energie im Zuge der Affäre zurückgetreten waren, kündigte Selenskyj am Samstag eine "Umstrukturierung der wichtigsten staatlichen Unternehmen im Energiesektor" an. Innerhalb einer Woche soll demnach ein neuer Aufsichtsrat bei Enerhoatom eingesetzt werden. Auch werde eine "umfassende Prüfung" der finanziellen Aktivitäten von ebenfalls betroffenen staatlichen Energieunternehmen vorgenommen, darunter der Betreiber der Wasserkraftwerke des Landes und die Unternehmen für Gasförderung und -transport.
Derweil meldete Russland am Sonntag die Eroberung von zwei weiteren Ortschaften im Süden der Ukraine. Am Vortag hatte die ukrainische Armee nach eigenen Angaben eine russische Ölraffinerie nahe Moskau angegriffen. Behörden im Süden der Ukraine teilten unterdessen mit, dass bei russischen Angriffen am Samstag mindestens vier Menschen getötet worden seien.
C.Stoecklin--VB