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Studie: Impfquoten bei Kindern gehen in Europa seit Corona-Krise zurück
Nachdem die Impfquoten bei Kindern in Europa seit den 1980er Jahren deutlich gestiegen waren, sind sie seit der Corona-Krise einer neuen Studie zufolge in vielen Ländern wieder im Rückgang. Dadurch bestehe das Risiko, dass Infektionskrankheiten wieder aufleben, warnten die Forscher in der am Donnerstag in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Studie.
Für die Studie wurden die Zahlen für sieben Kinderimpfungen in den 27 EU-Ländern über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren ausgewertet - von 1980 bis 2024. Das Ergebnis zeige ein "komplexes Bild", urteilten die Wissenschaftler. Einerseits habe die EU bei den Impfungen von Kindern "historisch hohe" Quoten erreicht. Zugleich aber gebe es seit der Corona-Pandemie eine "besorgniserregende und weitverbreitete Verschlechterung".
Untersucht wurden die Kombinationsimpfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten sowie die Impfungen gegen Hepatitis B, Meningitis B, Poliomyelitis, Pneumokokken, Masern und Röteln. In 16 EU-Ländern seien die Impfquoten seit der Corona-Pandemie bei mindestens vier Impfungen zurückgegangen, erklärten die Forscher.
Zu ihnen zählt auch Deutschland, wo bei fünf der sieben Impfungen ein Rückgang verzeichnet wurde. In Bulgarien, Zypern, Irland, den Niederlanden, Rumänien und Schweden sanken die Quoten sogar für alle sieben untersuchten Impfungen.
S.Spengler--VB