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Deutschlands größter Offshore-Windpark eingeweiht
64 Windräder, die rechnerisch rund 1,1 Millionen Haushalte mit Strom versorgen können: Mit einer Feier in Hamburg ist am Donnerstag Deutschlands bislang größter Offshore-Windpark eingeweiht worden. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) begrüßte dies bei der Einweihungsfeier als gute Nachricht für den Wirtschaftssandort Deutschland. Erneuerbare seien nicht nur die klimafreundlichste, sondern "auch die günstigste und die sicherste Art, Strom zu erzeugen".
Der Ausbau der Offshore-Windenergie sei "schlicht ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft", führte Schneider aus und verwies darauf, dass Deutschland jedes Jahr Milliardensummen für den Import fossiler Energien zahlen müsse. "Deswegen, je schneller wir uns unabhängiger machen und unsere Energien aus eigenen heimischen Energiequellen beziehen, desto besser."
Der Offshore-Windpark He Dreiht liegt in der Nordsee rund 85 Kilometer nordwestlich von Borkum und 110 Kilometer westlich von Helgoland und kommt nach Angaben des Enegiekonzerns EnBW auf eine Leistung von 960 Megawatt. Zum Vergleich: Insgesamt waren in Deutschland Ende Juni der Stiftung Offshore-Windenergie zufolge 1764 Anlagen mit einer installierten Gesamtleistung von rund 10,8 Gigawatt in Betrieb.
EnBW betont, dass für den Bau des Windparks keine staatlichen Subventionen benötigt wurden. Die Investitionssumme betrug demnach rund 2,4 Milliarden Euro; für die Abnahme des Stroms wurden bereits langfristige Abnahmeverträge geschlossen.
Die Überführung von He Dreiht in den Regelbetrieb soll laut EnbW nun Schritt für Schritt erfolgen, denn die einzelnen Anlagen werden nacheinander ans Netz angeschlossen. "Erste Turbinen speisen bereits Strom ein, weitere folgen sukzessive", erklärte das Unternehmen. Nach aktuellem Planungsstand werde der Windpark in den kommenden Monaten vollständig in Betrieb sein.
K.Sutter--VB