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Israels Armee: Angriff auf Hisbollah-Funktionär im Süden Beiruts
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen Luftangriff auf einen führenden Hisbollah-Vertreter im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut ausgeführt. Der Angriff in der Hisbollah-Hochburg Dahieh habe einem "Hisbollah-Terroristen" gegolten, hieß es am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung der israelischen Armee und des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei dem Angriff mindestens drei Menschen getötet.
Die libanesische Nachrichtenagentur ANI berichtete zudem unter Berufung auf das Ministerium von mindestens sieben Verletzten.
Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurden die beiden obersten Stockwerke eines mehrstöckigen Gebäudes durch den Einschlag zerstört. Der Fotograf sah zudem mindestens drei Verletzte, die von Rettungskräften versorgt wurden.
Einen Namen der Zielperson nannte die israelische Armee nicht. Sie erklärte aber, der von ihr ins Visier genommene Hisbollah-Funktionär habe kürzlich Kämpfer der islamistischen Hamas "angeleitet und ihnen bei der Planung eines schwerwiegenden und unmittelbar bevorstehenden Terroranschlags gegen israelische Zivilisten geholfen". Die Armee habe "gehandelt, um ihn zu eliminieren und die Bedrohung zu beseitigen".
Es war der zweite israelische Angriff im Süden Beiruts binnen weniger Tage seit dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah vor vier Monaten. Am Freitag hatte die israelische Luftwaffe erstmals seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Beiruter Vorort Hadath geflogen. Zuvor waren vom Libanon aus Raketen in Richtung Israels abgefeuert worden.
Die vom Iran unterstützte Hisbollah bestreitet, hinter den Raketenangriffen zu stehen. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat aber mit weiteren Luftangriffen auf Beirut gedroht, sollten erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert werden - unabhängig davon, wer für die Raketenangriffe verantwortlich ist.
Die Hisbollah-Miliz hatte unmittelbar nach dem Beginn des durch den Angriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel ausgelösten Gaza-Kriegs im Oktober 2023 mit verstärktem Raketenbeschuss auf Israel begonnen. In der Folge flohen rund 60.000 Menschen aus dem Norden Israels. Nur ein kleiner Teil von ihnen kehrte seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe am 27. November zurück. Auf der libanesischen Seite wurden rund eine Million Menschen durch die Kämpfe aus dem Süden des Landes vertrieben.
S.Spengler--VB