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Hoeneß sichert Musiala Unterstützung zu: "Ich war sprachlos"
Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat mit Entsetzen auf den erneuten Zusammenbruch von Jamal Musiala reagiert - und dem Fußball-Nationalspieler volle Unterstützung zugesagt. "Das hat mich vom Hocker gehauen", sagte Hoeneß in einem Interview mit RTL und Sky. Als er von dem Vorfall im Test der Münchner in Heidenheim am Dienstagabend (4:2) erfahren habe, "war ich sprachlos, was selten genug vorkommt". Es sei "ein Drama, speziell für den Jamal".
Der Verein, betonte Hoeneß, sei zwar schon länger über Musialas Probleme informiert. "Mittelfristig" sei dies dennoch "ein Problem" für den Klub. "Weil wir im Moment, ehrlich gesagt, ziemlich sprachlos sind", führte Hoeneß aus: "Wir haben uns darauf nicht vorbereiten können. Wir müssen erst lernen, mit dieser Situation umzugehen." Unabhängig davon gebe es "eine bedingungslose Unterstützung für Jamal in jeder Hinsicht".
Bei der Supercup-Generalprobe des FC Bayern war Musiala zum zweiten Mal in nur vier Tagen auf dem Platz zusammengebrochen. Der Nationalspieler gab kurz nach dem erneuten Drama etwas Entwarnung. Von "temporär kurz auftretenden, aber gut behandelbaren Absencen, die auf eine neurologische Dysfunktion" zurückzuführen seien, schrieb Musiala in einem Statement bei Instagram. Ihm gehe es gut, er wolle den Fans "auch die Sorgen nehmen. Es besteht kein darüberhinausgehendes gesundheitliches Risiko."
Diese Saison sollte für Musiala nach seiner schweren Verletzung, die er am 5. Juli 2025 bei der Klub-WM erlitten hatte, und durchwachsenen Monaten ein Neuanfang sein. "Wir waren immer der Meinung, nach der WM beginnt eine neue Ära für Jamal", sagte Hoeneß: "Mit einer guten Vorbereitung. Und dann geht die Saison voll los. Und schon beim ersten Spiel ist das passiert. Das hat uns natürlich auf dem falschen Bein erwischt."
Laut Hoeneß fanden am Mittwoch weitere Untersuchungen durch Spezialisten statt. Zudem habe sich der Klub nach Bekanntwerden der Problematik "ein bisschen abgesichert". Spezialisten hätten dem FCB schriftlich versichert, "dass es aus ihrer Sicht keine Bedenken gegen Hochleistungssport für Jamal gibt. Denn ohne das hätten wir uns ja fahrlässig verhalten. Seitdem wir diese Bestätigung haben, schlafen wir ein bisschen ruhiger".
R.Flueckiger--VB