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Stiftung Warentest beklagt sinkende Qualität bei Olivenöl
Ob ranzige Geschmacksnoten oder erhöhte Schadstoffwerte: Bei Olivenölen wird Spitzenqualität der Stiftung Warentest zufolge immer seltener. Von 25 untersuchten Ölen schnitten nur vier gut ab, wie die Stiftung am Donnerstag mitteilte. Acht Olivenöle fielen bei den Testern hingegen mit "Mangelhaft" durch - Gründe dafür seien "minderwertige Aromatik und bedenkliche Schadstoffbelastungen".
Im Labor getestet wurden vor allem Olivenöle der höchsten Güteklasse "nativ extra", wie die Stiftung erklärte. Die Produkte stammen demnach aus Supermärkten, Discountern und Bioläden, wobei die Preisspanne von sieben bis 54 Euro je Liter reicht.
Zwar gelte der deutsche Olivenölmarkt als besonders streng, "doch was wir in den Regalen finden, ist immer öfter nur noch Mittelmaß", fasste Testleiter Jochen Wettach die Ergebnisse zusammen. Zudem seien acht der untersuchten Öle "entweder geschmacklich fehlerhaft, so dass sie ihre Güteklasse gar nicht verdienen - sie schmecken ranzig, stichig-schlammig - oder sie sind stark mit Schadstoffen belastet".
Geschmackliche Mängel, die laut Stiftung Warentest entstehen können, wenn Oliven bereits vor dem Pressen zu gären beginnen oder das Öl zu lange mit Sauerstoff in Kontakt war, stellten die Tester bei vier untersuchten Produkten fest. In drei weiteren Ölen seien zudem Mineralölbestandteilte gefunden worden und in einem Produkt der als fortpflanzungschädigend geltende Weichmacher DBP.
"In hohen Gehalten sind diese Schadstoffe absolut vermeidbar", erklärte Testleiter Wettach. "Akut gesundheitsgefährdend ist aber keines der Öle", fügte er hinzu.
Als "Lichtblick" werteten die Tester, dass die Menge an gesundheitsfördernden Polyphenolen in den gestesteten Ölen wieder leicht gestiegen sei. Alle getesteten Öle enthalten laut Stiftung Warentest "ausreichend dieser sekundären Pflanzenstoffe, die Zellen vor schädlichen Einflüssen schützen".
L.Maurer--VB