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Berliner Klinik berichtet von Hilfeersuchen für 40 Brandopfer aus Crans-Montana
Die Schweiz hat in deutschen Spezialkliniken um die Behandlung von 40 Schwerverletzten nach dem verheerenden Brand im Ski-Ort Crans-Montana gebeten. "Die Situation ist jetzt so, dass wir ein Hilfeersuchen für 40 schwerbrandverletzte Patienten haben", sagte die Direktorin der Klinik für Schwerbrandverletzte im Unfallkrankenhaus Berlin, Leila Harhaus-Wähner, am Freitag dem Sender Welt TV. Am Freitag würden die ersten Verletzten in Kliniken in Leipzig und Halle aufgenommen, am Samstag sollten drei Patienten in die Berliner Klinik gebracht werden.
"Die anderen Bundesländer und die anderen Schwerbrandverletztenzentren werden genauso aktiv sein", sagte Harhaus-Wähner. Gerade bei schweren Verbrennungen komme es auf eine sehr schnelle Versorgung der Opfer an. Die Patientinnen und Patienten müssten mit monatelangen Behandlungen und mehrfachen Operationen rechnen - je nach Art der Verbrennungen.
Nach der ersten Stabilisierung der Patienten müssten die betroffenen Hautareale entfernt werden, danach folgten Transplantationen. "Zum Teil hat man gar nicht genug Eigenhaut direkt zur Verfügung, so dass das in mehreren Schritten erfolgen muss", sagte Harhaus-Wähner. "Es sind also mehrere Operationen die Regel, so dass wir von einem mehrwöchigen Intensivaufenthalt sprechen, gefolgt dann von oftmals noch einigen Wochen auf Normalstationen und nachher auch in der Rehabilitation."
Die Tatsache, dass es sich nach dem Unglück in der Schweiz überwiegend um jüngere Opfer handelt, könnte die Genesung positiv beeinflussen. Ein jüngeres Alter führe im Normalfall zu einer "deutlich höheren Überlebenswahrscheinlichkeit" im Vergleich zu älteren Patienten, sagte Harhaus-Wähner.
Typisch für derartige Verletzungen sei, dass nicht nur Haut verloren gehe, sondern auch andere Organe wie etwa die Lunge oder die Niere in Mitleidenschaft gezogen würden. "Hier ist es ganz entscheidend, dass man gerade in der frühen Phase, in den ersten 48 Stunden sozusagen, die Weichen stellt und die Organsysteme eben protektiv behandelt", sagte die Medizinerin.
I.Stoeckli--VB