-
Tierorakel zu Fußballweltmeisterschaft vor erstem Deutschland-Spiel uneins
-
Franzosen nehmen Abschied von Ex-First Lady Bernadette Chirac
-
KI statt Krake: Fans setzen nun oft auf Tech statt Tier bei WM-Vorhersagen
-
Iran pocht bei Abkommen über Kriegsende auf Urananreicherung und Hormus-Kontrolle
-
Heftige Kritik in Bundestag und Bundesrat an geplanter Gesundheitsreform
-
Traum von Titelverteidigung geplatzt: Maria scheitert an Rybakina
-
Gericht: Rassistische Chats von Beamten nicht automatisch Verstoß gegen Verfassungstreue
-
Nach Schmuckfund: Weitere Ermittlungen gegen Spaniens Ex-Regierungschef Zapatero
-
Beschwerde von Polizei erfolgreich: Observation von Maddie-Verdächtigem verlängert
-
Tod von Zweijähriger in Halle: Vater zu fünf Jahren Haft verurteilt
-
Meister der strahlenden Farben: David Hockney mit 88 Jahren gestorben
-
Bildungsminister: Kinder in Umgang mit sozialen Medien stärken
-
"Toi, toi, toi": Kanzler Merz wünscht DFB-Team viel Erfolg
-
Papst: "Wir sind alle Migranten"
-
Bundesrat billigt Apothekenreform - mehr Angebote für Kunden vorgesehen
-
FIA lenkt ein: Gasly bekommt Monaco-Podest zurück
-
Nach Tod zweier Patienten: Verurteilung von Arzt in Berlin wird neu verhandelt
-
Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter: Gericht sieht keine Gründe für Mordanklage
-
Nach Etappensieg: Van Aert beendet Tour-Generalprobe vorzeitig
-
Bericht: USA wollen Nato-Partnern deutlich weniger Kampfjets zur Verfügung stellen
-
Thailändische Prinzessin Bha nach Jahren im Koma gestorben
-
Stadt Brüssel verbietet Leihroller wegen zahlreicher Unfälle
-
Britischer Künstler David Hockney gestorben
-
Bundesrat will Handel mit Besitztümern von NS-Opfern verbieten
-
Fußfessel für Täter: Bundesrat billigt Gesetz zu besserem Gewaltschutz für Frauen
-
Rentenerhöhung um 4,24 Prozent tritt zum 1. Juli in Kraft
-
Österreich träumt vom Titel: Rangnick-Team bei Umfrage vorne
-
Pistorius: Deutschland kann von Leistungsfähigkeit der Ukraine lernen
-
Buckelwal lebte nach Freilassung noch mehrere Tage - Todesursache weiter unklar
-
Bundestag untersucht rechte Vorfälle bei Parlaments-Planspiel - AfD erhebt Vorwürfe
-
Berliner Regierungskreise: Vorschlag zum EU-Haushalt "absolut enttäuschend"
-
"Völlig losgelöst": DFB-Elf jubelt auch bei WM zu "Major Tom"
-
Heftige Kritik im Bundestag an Warkens Plänen für Gesundheitsreform
-
DHB-Abwehrchefin von Pereira beendet ihre Karriere
-
Peking warnt vor "Spionage-Schildkröten" in Chinas Gewässern
-
Belastung: Gündogan prophezeit WM der Joker
-
Zahl der Firmenpleiten steigt im ersten Quartal um 6,5 Prozent
-
US-Marine stationiert dieses Jahr Atom-U-Boote in Hafen an Australiens Westküste
-
Paritätischer pocht auf mehr Effizienz im Sozialsystem statt Leistungskürzungen
-
Warken verteidigt Gesundheitsreform im Bundestag - Zeichen der Reformfähigkeit
-
Tankrabatt senkt Inflation im Mai - Lebensmittelpreise kaum gestiegen
-
Dobrindt würdigt neues EU-Asylsystem als "Meilenstein" und weist Kritik zurück
-
Umweltschützer und Wasserwirtschaft kritisieren geplantes neues Düngegesetz
-
Thailand: Prinzessin Bha nach langem Krankenhausaufenthalt gestorben
-
Deutsche Flugsicherung plant bundesweites Drohnen-Abwehrnetz
-
Nations League: Deutschland verliert gegen Italien
-
Spiel gedreht: Perfekter Start für Südkorea
-
Bericht: Wadephul warnt vor außenpolitischen Folgen bei AfD-Regierungsbeteiligung
-
Trump und Teheran widersprechen sich bei angeblicher Einigung - Lage vor Ort ruhig
-
WM: DFB-Elf winkt Rekordprämie
Forschende ziehen nach Cannabis-Teillegalisierung durchwachsene Bilanz
Die erste wissenschaftliche Bilanz nach der im April 2024 erfolgten Teillegalisierung von Cannabis fällt durchwachsen aus. Die vorliegenden Daten deuteten darauf hin, dass sich "die Zahl der Konsumierenden und der Umfang gesundheitlicher Probleme durch Cannabiskonsum kurzfristig kaum verändert haben", erklärte Projektkoordinator Jakob Manthey von der Universitätsklinik Hamburg Eppendorf am Montag bei der Vorstellung eines ersten Zwischenberichts. Einen deutlichen Rückgang gab es demnach jedoch bei mit Cannabis verknüpften Straftaten.
"Was wir jetzt schon sagen können, ist, dass es sich bei der Teillegalisierung von Cannabis um die quantitativ bedeutsamste Entkriminalisierung in der Geschichte der Bundesrepublik handelt", sagte der Direktor des Instituts für Kriminologie der Universität Tübingen, Jörg Kinzig. "Im Jahr 2024 hat die Polizei im Bereich der Cannabisdelikte über 100.000 Fälle weniger verzeichnet als im Vorjahr", hob er hervor.
Keine klaren Ergebnisse sehen die Forschenden hinsichtlich des Ziels der Neuregelung, den Cannabis-Schwarzmarkt durch legale Bezugsquellen zu ersetzen. Es zeichne sich ab, dass die dafür vorgesehenen Anbauvereinigungen "für die vom Gesetzgeber beabsichtigte Verdrängung des Schwarzmarktes bislang keinen relevanten Beitrag leisten", heißt es in dem Zwischenbericht. Die Forschenden dringen hier daher auf Nachbesserungen.
Seit der Teillegalisierung sind der Besitz von Cannabis und kontrollierter Anbau zum privaten Gebrauch mit Einschränkungen erlaubt. Es gibt dafür jedoch eine Reihe von Auflagen, unter anderem zum Schutz von Minderjährigen. Der Zwischenbericht weist darauf hin, dass robuste Aussagen zu den Auswirkungen der Neuregelung noch nicht möglich seien. Einen dringenden Handlungsbedarf sehen die Forschenden auf Grundlage der Ergebnisse des Berichts nicht.
"Der Zwischenbericht deutet darauf hin, dass es seit dem Inkrafttreten des Konsumcannabisgesetzes zu keinem dramatischen Anstieg des Konsums in der erwachsenen Bevölkerung oder bei der vulnerablen Gruppe der Kinder und Jugendlichen gekommen ist", erklärte die Deutsche Hauptstelle für Suchtgefahren zu dem Bericht. Verwiesen wird auf einen Rückgang der Inanspruchnahme von Leistungen der Suchtberatung seit der Neuregelung, besonders durch Jugendliche.
Dies sei als problematisch zu bewerten, hieß es. Zudem habe die Gesetzesänderung noch nicht dazu geführt, "dass Menschen, die Cannabis konsumieren, ausreichenden Zugang zu Cannabisprodukten einer gesicherten Produktqualität haben". Vielmehr bestehe weiterhin ein großer Schwarzmarkt mit Produkten, von denen zusätzliche Gesundheitsgefahren ausgingen.
Die SPD-Rechtsexpertin Carmen Wegge hob das Berichtsergebnis hervor, dass der Cannabis-Konsum bei Erwachsenen nicht relevant angestiegen und bei Minderjährigen sogar gesunken sei. Dies bestätige, "dass die Legalisierung von Cannabis der richtige und längst überfällige Schritt war", erklärte sie in Berlin. Die Zahl cannabisbezogener Delikte sei um 60 bis 80 Prozent gesunken, auch der Schwarzmarkt befinde sich "auf dem Rückzug". Allerdings müsse bei den Anbauvereinigungen nachgesteuert werden.
"Die Teil-Legalisierung verläuft kontrolliert - ohne Anstieg bei Jugendkonsum, Suchterkrankungen oder Verkehrsrisiken", erklärte auch die Grünen-Gesundheitspolitikerin Linda Heitmann. Die erreichte Entkriminalisierung entlaste nicht nur Konsumierende, sondern vor allem auch Polizei und Justiz. "Jetzt ist es wichtig, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen" und die beschlossenen Regelungen, "klug weiterzuentwickeln", verlangte Heitmann.
G.Schmid--VB