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Ex-Miliz: Mindestens zehn Tote bei Angriffen der USA und Saudi-Arabiens im Irak
Bei den gemeinsamen Luftangriffen der USA und Saudi-Arabiens auf Ziele im Irak sind Kreisen einer inzwischen in die irakische Armee eingegliederten früheren pro-iranischen Miliz zufolge mindestens zehn ihrer Mitglieder getötet worden. Aus Kreisen der Hasched al-Schaabi erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch, mehrere Miliz-Standorte in verschiedenen Regionen des Landes seien attackiert worden. Der schwerste Angriff sei in der Provinz Nineweh erfolgt, wo "mindestens zehn Mitglieder getötet wurden".
Den Kreisen der Miliz zufolge dürfte die Zahl der Todesopfer voraussichtlich noch steigen. In anderen Provinzen wurden demnach zudem Verletzte gemeldet.
Zuvor hatte Hasched al-Schaabi erklärt die "tückischen Terroranschläge, die von US-amerikanischen und saudiarabischen Streitkräften verübt wurden", hätten auch mehrere Gebäude beschädigt. Die Gruppierung gilt eigentlich als in die regulären Streitkräfte des Landes aufgenommen. Mehrere pro-iranische Unterverbände agieren aber noch immer autonom und verfolgen eigene Ziele.
Die USA und Saudi-Arabien hatten zuvor gemeinsame Angriffe auf Ziele im Irak verkündet. Diese hätten sich gegen "mit dem Iran verbündete Terroristen" gerichtet, erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom. Pro-iranische Milizen im Irak hätten in den vergangenen Tagen mehr als zwei Dutzend Drohnenangriffe ausgeführt.
Die Milizen seien von den iranischen Revolutionsgarden "angewiesen" worden, "US-Streitkräfte und die saudiarabische Energieinfrastruktur anzugreifen", erklärte Centcom weiter. "Die Revolutionsgarden und ihre terroristischen Stellvertreter müssen diese Angriffe einstellen, um weitere militärische Reaktionen der USA zu vermeiden."
Das saudiarabische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, es habe zusammen mit den USA "dem Iran loyale terroristische Milizen" im Irak angegriffen. Dabei habe es sich um "Selbstverteidigung" gehandelt. Einige Stunden zuvor hatte das Ministerium erklärt, "mit dem Iran in Verbindung stehende Milizen" hätten erneut vom Irak aus Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien geflogen. Die Drohnen seien abgefangen worden.
Im Irak gibt es Dutzende mächtiger, von Teheran unterstützter bewaffneter Gruppierungen. Viele von ihnen entstanden im Zuge der US-geführten Invasion des Irak im Jahr 2003 und gewannen während des Kampfes gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat ab 2014 weiter an Macht und Einfluss.
I.Stoeckli--VB