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Ein Jahr nach Wahl: Bischöfe würdigen Papst Leo XIV. für Einsatz für Frieden
Ein Jahr nach der Wahl von Papst Leo XIV. haben die katholischen Bischöfe in Deutschland dessen Einsatz für Frieden und Dialog gewürdigt. Leo XIV. erinnere daran, "dass Frieden nicht zuerst eine politische Formel ist, sondern eine Haltung des Herzens, die aus dem Evangelium kommt", erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münsteraner Bischof Heiner Wilmer, am Freitag in Bonn.
Besonders würdigte Wilmer das erste Lehrschreiben des Papstes über die Liebe zu den Armen. Es sei "ein starkes Zeichen", dass Leo XIV. "sein erstes großes Wort an die Kirche den Armen widmet". Eine glaubwürdige Kirche dürfe "nicht um sich selbst kreisen", sondern müsse hinausgehen, zuhören und "die Wunden der Menschen berühren", betonte Wilmer.
Prägend für das erste Amtsjahr von Leo XIV. seien zudem Reisen in die Türkei und in den Libanon gewesen. Diese hätten gezeigt, "wie wichtig ihm Einheit, Ökumene, interreligiöser Dialog und der Dienst am Frieden sind".
Die Deutsche Bischofskonferenz ist ein Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aller Bistümer und Erzbistümer in Deutschland. Im März hatte Leo XIV. Wilmer zum neuen Bischof von Münster, dem mitgliederstärksten deutschen Bistum, ernannt.
Leo war am 8. Mai 2025 zum neuen Papst gewählt worden, er ist der erste Papst aus den USA. In seiner ersten Ansprache rief er dazu auf, durch Dialog "Brücken zu bauen".
A.Zbinden--VB