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Ermittlungen zu versuchter Tötung in Baden-Württemberg: Finanzbeamter festgenommen
Im Zusammenhang mit einem versuchten Tötungsdelikt im baden-württembergischen Tamm wird nun auch gegen einen Finanzbeamten ermittelt. Es bestehe der dringende Verdacht, dass der Beamte der Finanzverwaltung Halterabfragen zu Kfz-Kennzeichen vorgenommen habe, teilte die Staatsanwaltschaft Heilbronn am Mittwoch mit. Er soll die Erkenntnisse weitergegeben und dadurch möglicherweise Ermittlungen gefährdet haben.
Hintergrund ist eine Tat vom Mai vergangenen Jahres. Dabei wurde ein 23-Jähriger durch Schüsse lebensgefährlich verletzt. Am 1. Oktober wurden in dem Zusammenhang zwei Männer im Alter von 26 und 27 Jahren in den Niederlanden festgenommen.
Im November fanden bereits Durchsuchungen und Festnahmen bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und der Verletzung von Dienstgeheimnissen statt. Bedienstete sollen unbefugt Daten an Dritte weitergegeben haben.
Auch bei dem nun festgenommenen Finanzbeamten fanden am Dienstag Durchsuchungen statt, wie es von der Heilbronner Staatsanwaltschaft hieß. Ziel waren seine Wohnung und sein Arbeitsplatz. Die Sonderkommission "Frost", die zur Aufdeckung des Falls eingerichtet wurde, ermittelt den Angaben zufolge weiter.
P.Staeheli--VB