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Kriminalität: Costa Ricas designierte Präsidentin begrüßt Unterstützung El Salvadors
Costa Ricas designierte Präsidentin Laura Fernández hat die Unterstützung durch El Salvadors Staatschef Nayib Bukele im Kampf ihres Landes gegen die zunehmende Drogenkriminalität begrüßt. Bukele habe ihr als Erster zu ihrem Wahlsieg gratuliert, sagte Fernández am Montag Reportern. Er habe dabei "sein Engagement bekräftigt, weiterhin zu helfen".
Die rechtsgerichtete Fernández hatte am Sonntag nach Auszählung fast aller Stimmen die Präsidentschaftswahl gewonnen. Die 39-jährige Politologin war mit dem Versprechen zur Wahl angetreten, rigoros gegen die Drogenkriminalität im Land vorzugehen. Sie bezeichnete Bukele als ihr Vorbild, der mit eiserner Faust gegen kriminelle Banden vorgeht.
Bukele habe insbesondere bei ihrem Gefängnisprojekt seine Unterstützung angeboten, erklärte Fernández. "Wir müssen die Verbindungen des organisierten Verbrechens zur Außenwelt unterbrechen", betonte die designierte Präsidentin Costa Ricas. Daher "muss dieses Gefängnis Realität werden".
Fernández hatte im Wahlkampf erklärt, ein großes Gefängnis nach dem Vorbild von Bukeles berüchtigtem Hochsicherheitsgefängnis Cecot errichten zu wollen. Die Anlage soll 35 Millionen US-Dollar (30 Millionen Euro) kosten und 5000 der gefährlichsten Häftlinge aufnehmen.
Bukele hatte im vergangenen Jahr auch Dutzende unter der harten Migrationspolitik des US-Präsidenten Donald Trump aus den USA abgeschobene Migranten aufgenommen. Viele von ihnen wurden in dem Cecot untergebracht.
Costa Rica genießt wegen seiner stabilen demokratischen Verhältnisse und seiner Naturschönheiten international einen guten Ruf und ist bei Touristen beliebt. Allerdings hat in dem zentralamerikanischen 5,2-Millionen-Einwohner-Land die Gewaltkriminalität deutlich zugenommen, weshalb Fragen der Sicherheit bei den Wahlen eine zentrale Rolle spielten.
L.Wyss--VB