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Brände in Los Angeles waren teuerste Naturkatastrophe 2025
Naturkatastrophen haben auch 2025 wieder Milliardenschäden verursacht - am kostspieligsten waren dabei die schweren Waldbrände in Los Angeles im Januar. Insgesamt waren die Schäden aber geringer als im Vorjahr, vor allem da die US-Küste nicht von starken Hurrikanen getroffen wurde, wie der Rückversicherer Munich Re am Dienstag mitteilte. "Nur durch Zufall" sei die Welt an potenziell noch viel größeren Schäden vorbeigeschrammt.
Insgesamt summierten sich die weltweiten Schäden im vergangenen Jahr auf 224 Milliarden Dollar (rund 192 Milliarden Euro), wie der Rückversicherer ausführte. Das waren demnach rund 40 Prozent weniger als im Vorjahr - auch, weil das US-Festland erstmals seit zehn Jahren von keinem Wirbelsturm in Hurrikanstärke getroffen wurde.
Gleichwohl hätten Hochwasser, Schwergewitter und Waldbrände angesichts des ungebremsten Klimawandels auch 2025 ein "Alarmzeichen" gesetzt, erklärte Munich Re. Die teuerste Naturkatastrophe des Jahres waren demnach die Waldbrände im Großraum Los Angeles, bei denen eine gefährliche Verbindung aus Dürre und starken Winden "ideale Waldbrandbedingungen" geschaffen habe.
Mit einem Gesamtschaden von rund 53 Milliarden Dollar seien die Feuer in Los Angeles, die durch die Winde immer wieder angefacht wurden, die "bislang teuerste Waldbrand-Katastrophe aller Zeiten" gewesen, erklärte Munich Re. Etwa 40 Milliarden Dollar davon waren demnach versichert. Von den gesamten 224 Milliarden Dollar Schäden im Jahr 2025 trugen die Versicherer etwa 108 Milliarden Dollar.
Die zweitteuerste Katastrophe des Jahres mit Blick auf die Gesamtschäden war laut Munich Re das schwere Erdbeben in Myanmar Ende März, durch das rund 4500 Menschen getötet wurden. Vom Gesamtschaden in Höhe von rund zwölf Milliarden Dollar sei allerdings "nur ein kleiner Teil" versichert gewesen.
Gemessen an den versicherten Schäden war demnach eine Schwergewitter-Serie in den USA im März die zweitteuerste Naturkatastrophe des Jahres: Der Gesamtschaden betrug Munich Re zufolge etwa 9,4 Milliarden Dollar, rund sieben Milliarden davon waren versichert.
In Europa sei das Jahr hingegen "relativ glimpflich" verlaufen, erklärte der Rückversicherer weiter. Hier weise die Schadensbilanz für das Gesamtjahr rund elf Milliarden Dollar aus, wobei etwa die Hälfte der Schäden versichert gewesen sei. Teuerste Ereignisse waren demnach eine starke Kältewelle in der Türkei und Hagelstürme in Frankreich, Österreich und Deutschland; hinzu kamen Waldbrände in Spanien, die stärksten seit vielen Jahren.
Auffällig am Naturkatastrophenjahr 2025 sei, "dass es viele extreme Ereignisse mit relativ sicherem Einfluss des Klimawandels gab", hob Munich Re hervor und verwies in diesem Zusammenhang auch auf den Anteil besonders starker Hurrikane im Nordatlantik. Hurrikan "Melissa", der in Jamaika eine Spur der Verwüstung hinterließ und unter anderem auch Kuba schwer traf, sei mit Windgeschwindigkeiten von nahezu 300 km/h "einer der stärksten Hurrikane seit Beginn der Aufzeichnungen" gewesen. Die Gesamtschäden beliefen sich demnach auf etwa 9,8 Milliarden Dollar, rund drei Milliarden davon waren versichert.
Der Chefklimatologe des Unternehmens, Tobias Grimm, betonte: "In einer Welt im Fieber sind extreme Wetterkatastrophen wahrscheinlicher." 2025 sei wieder eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen.
P.Vogel--VB