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Luxusautos nach Russland verkauft: Durchsuchung in Nordrhein-Westfalen
Wegen des Verdachts von Verstößen gegen die Russlandsanktionen haben Ermittler in Nordrhein-Westfalen Wohnungen und Geschäfte durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen drei Beschuldigte, die von März 2022 bis August 2024 über die deutsche Firma eines der Männer und über Drittländer hochwertige Autos nach Russland ausgeführt haben sollen, wie die Staatsanwaltschaft Münster und die Zollfahndung Essen am Donnerstagabend mitteilten.
Sie sollen mindestens 346 Fahrzeuge im Gesamtwert von rund 20 Millionen Euro ausgeführt haben, die den Wirtschaftssanktionen gegen Russland unterlagen. Gegen die drei Verdächtigen im Alter von 57, 27 und 32 Jahren, bei denen es sich um Vater, Sohn und Neffe handelt, wird seit Mai 2024 ein Verfahren wegen des Verdachts der banden- und gewerbsmäßigen Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz geführt.
Am Donnerstag durchsuchten nun Zollfahnder sieben Wohn- und Geschäftsobjekte im Kreis Steinfurt. Sie beschlagnahmten dabei umfangreiches Beweismaterial. Zudem wurden Vermögensarreste in einer von Gesamthöhe von 20 Millionen Euro in Form von Konten, Immobilien und mehreren Fahrzeugen gepfändet.
A.Kunz--VB