-
Streit um Öllieferungen: Ungarn behält Geld und Gold von freigelassenen Bankmitarbeitern ein
-
Trump drängt US-Rüstungsindustrie zu deutlich höherer Produktion
-
Vor Bergamo: Bayern bangen um Neuer
-
Weißes Haus spielt Bericht zu russischer Zielhilfe für Iran herunter
-
Mihambo beim ISTAF Indoor Zweite - Ogunleye auf Rang drei
-
Kein Kane, kein Problem: Bayern schlagen Gladbach
-
Indian Wells: Ausgeruhter Zverev souverän in Runde drei
-
Show mit getrübter Stimmung: Paralympische Winterspiele eröffnet
-
Trump: Nur "bedingungslose Kapitulation" des Iran kann Krieg beenden
-
Fünftes Dzeko-Tor: Schalke festigt Tabellenführung
-
Epstein-Skandal: Akten zu Missbrauchsvorwürfen gegen Trump veröffentlicht
-
Israel und Hisbollah im Libanon verstärken gegenseitige Angriffe
-
Anklage gegen fünf Verdächtige in Litauen wegen Paket-Brandsätzen
-
Iran-Krieg: Söder für stärkere Förderung von deutschem Erdgas
-
Einzel: Schneller Nawrath verpasst Podest
-
Gericht: Schnellladesäulen an Bundesautobahnen müssen ausgeschrieben werden
-
Berauscht am Steuer festgenommen: Britney Spears gelobt Besserung
-
Kombinierer Rydzek nach Aufholjagd Fünfter - Oftebro vorn
-
Wanners Traum: "Mit Österreich zur WM"
-
Medienbericht: Deutschland zieht Soldaten und Botschaftspersonal aus Irak ab
-
WM: 100.000 Sicherheitskräfte in Mexiko
-
Streit mit Trump: Spaniens Regierungschef Sánchez bekräftigt Kritik am Iran-Krieg
-
Bericht: USA wohl hinter Angriff auf Schule im Iran mit über 150 Toten
-
Bundesländer fordern umfassende Bafög-Reform
-
Tod von Baby in Schleswig-Holstein: Eltern kommen wegen Mordes vor Gericht
-
Axel-Springer-Verlag kauft britische Zeitung "The Telegraph"
-
Raimund holt ersten Weltcupsieg - Prevc disqualifiziert
-
Schutz wichtiger Infrastruktur: Bundesrat stimmt Gesetz zu
-
88-jähriger Berliner stirbt nach Betäubung bei Raub: Weitere Mittäterin verurteilt
-
Tödlicher Unfall in Potsdam: Bagger stürzt auf Bauarbeiter
-
Trump fordert "bedingungslose Kapitulation" des Iran
-
Pünktlichkeit der Bahn im Februar verbessert - aber weiter unter 60 Prozent
-
Gegemseitiger Beschuss auch am siebten Tag des Iran-Kriegs - Angriffe in mehreren Golfstaaten
-
Elf Tote durch keimverseuchte Wurst: Prozess um Skandalfirma startet im Juli in Hessen
-
Israel meldet Angriff auf den Bunker von Chamenei in Teheran
-
USA: Arbeitslosenquote steigt im Februar auf 4,4 Prozent
-
Studie: Globale Erwärmung beschleunigt sich seit gut zehn Jahren massiv
-
Keine sichere Anreise möglich: Paralympics ohne Iran
-
Merz: Iran-Krieg bringt weitere Herausforderung für deutsche Wirtschaft
-
Indonesien sperrt Social Media für Kinder unter 16 Jahren
-
Mann stürzt bei Arbeiten auf Hof in Baden-Württemberg von Heuballen und stirbt
-
Öl-Preis steigt auf höchsten Stand seit fast zwei Jahren
-
Burlesquetänzerin Dita Von Teese hielt sich nie für Antifeministin
-
25-Jähriger mit Messer randaliert in Polizeiwache in rheinland-pfälzischem Bitburg
-
Hackerangriff auf Pariser Bürgermeister-Kandidaten
-
Merz warnt vor Zerfall Irans mit "weitreichenden Folgen"
-
Generalbundesanwalt ermittelt nicht wegen Niederschlagung von Iran-Protesten
-
Bundesrat fordert mehr Spielraum bei Vergabe von Autokennzeichen
-
Tausende Apple-Produkte von Lastwagen gestohlen: Razzia in mehreren Bundesländern
-
Wirtschaft fordert Hilfe bei Spritpreisen - Politik und Experten bremsen
Habeck fordert Milliardärsteuer für Schulen - Opposition spricht von "Populismus"
Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck hat eine Milliardärsteuer vorgeschlagen, um mehr Geld in Schulen investieren zu können. Es gebe in Deutschland "nicht so viele, aber einige Milliardäre, also wirklich Superreiche", sagte Habeck der "Bild am Sonntag". "Und wenn man da einen kleinen Anteil ihres Vermögens besteuern würde, dann hätte man ungefähr fünf bis sechs Milliarden Euro", fügte Habeck hinzu.
Habeck sprach sich dafür aus, mit diesen Einnahmen Schulen zu sanieren und zusätzliches Lehrpersonal zu finanzieren - "weil Bildung auch Zugang zum Aufstieg darstellt". "Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich eine Finanzierungsquelle sehe, die wir bisher nicht genutzt haben", sagte Habeck.
Der Vater von vier Söhnen kennt den Sanierungsbedarf der Schulen aus eigener Erfahrung, wie er der Zeitung sagte: "Ich habe das noch gut vor Augen und auch in der Nase, wie es gerochen hat auf den Toiletten."
Er fände es "super", die Schulen und Kitas "in den nächsten vier, fünf Jahren gut zu sanieren", sagte der Grünen-Politiker. Dafür habe er vorgeschlagen, "in die öffentlichen Einrichtungen durch einen großen Fonds zu investieren". Denn es sei "auch eine Frage des Geldes, dass Schule und Kitas gut aussehen, dass die nicht stinken und dass man sich da wohlfühlt".
Union und FDP kritisierten Habecks Vorstoß scharf. "Dem Wirtschaftsminister sollte bekannt sein, dass Steuern nicht zweckgebunden eingenommen werden dürfen", sagte Unions-Parlamentsgeschäftsführer Thorsten Frei (CDU) der "Welt". Habecks Vorschlag zeige eine "grundsätzlich falsche Herangehensweise: Anstatt nur einzelne Gruppen oder Branchen zu be- oder entlasten, müssen die Standortbedingungen in Deutschland insgesamt verbessert werden."
FDP-Fraktionsvize Christoph Meyer sagte der "Welt", der Staat habe mit "ineffizientem Sozialstaat und ideologisch getriebenen Subventionen" ein Ausgabenproblem. "Dieses neidgetriebene Denken der Grünen ist Teil des Standortproblems." AfD-Chefin Alice Weidel sprach gegenüber der Zeitung von "purem Populismus" und einem "Ablenkungsmanöver Habecks von seinem Totalversagen als Wirtschaftsminister".
Die Umweltorganisation Greenpeace hingegen lobte Habecks Vorstoß - und schlug weitere Verwendungen für die zusätzlichen Einnahmen vor. "Die kommende Bundesregierung sollte die Chance nutzen, mit einer Milliardärsteuer mehr Steuergerechtigkeit und finanziellen Spielraum zu schaffen, um die ökologische Modernisierung des Landes zu ermöglichen", erklärte Greenpeace-Finanzexperte Mauricio Vargas.
Habeck schlug in der "Bild am Sonntag" außerdem einen Staatszuschuss für Auszubildende vor, die sich keinen Führerschein leisten können. Der staatliche Zuschuss könnte 1000 Euro betragen, "wenn das ausbildende Unternehmen noch mal 500 Euro drauflegt", sagte Habeck. Zudem sollten die Werbekostenpauschale angehoben und die Strompreise staatlich gesenkt werden.
Einen weiteren Wahlkampf-Schwerpunkt wollen die Grünen auf den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität setzen: Dieser solle massiv verstärkt werden, heißt es im Entwurf des Wahlprogramms der Partei, der den Funke-Zeitungen (Montagsausgaben) in Auszügen vorlag.
"Kriminelle Gruppen bedrohen Menschen mit Gewalt und verursachen wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe", heißt es darin. Zu den Grünen-Plänen gehört, die Organisierte Kriminalität härter zu bestrafen, indem der Straftatbestand der kriminellen Vereinigung zu einem "scharfen und zielgenauen Instrument" weiterentwickelt werde.
Habeck meldete ungeachtet der derzeitigen Umfragewerte einen klaren Anspruch auf das Kanzleramt an. "Das Kanzleramt muss man wirklich wollen, und zwar mit Haut und Haaren", sagte er der "Bild am Sonntag". "Man muss sich vorher sehr gut geprüft haben." Er habe das getan und sei zu dem Schluss gekommen: "Das will ich, und damit will ich auch Kanzler werden."
K.Sutter--VB