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Pilotprojekt bei Taucha testet Radschutzstreifen zwischen Merkwitz und Seegeritz
Auf der Hauptstraße zwischen Merkwitz und Seegeritz soll ein beidseitiger Fahrradschutzstreifen entstehen. Der Verkehrsversuch wird wissenschaftlich begleitet und dauert höchstens zweieinhalb Jahre.
Zwischen den Tauchaer Ortsteilen Merkwitz und Seegeritz ist ein Verkehrsversuch mit Fahrradschutzstreifen geplant. Das Pilotprojekt gilt in dieser Form als einmalig im Freistaat Sachsen und soll Erkenntnisse über Sicherheit und Akzeptanz auf der Hauptstraße liefern.
Ein Schutzstreifen gehört rechtlich zur Fahrbahn und macht den Radverkehr durch eine Markierung besser sichtbar. Kraftfahrzeuge dürfen ihn nur bei Bedarf überfahren, etwa wenn Gegenverkehr das Ausweichen erforderlich macht. Dabei muss der Radverkehr weiterhin sicher passiert werden.
Der Versuch ist für höchstens zweieinhalb Jahre vorgesehen. Die Vorbereitungen laufen bereits. Die endgültige Markierung der Schutzstreifen soll in den kommenden Wochen erfolgen.
Ein zentraler Teil des Projekts ist die wissenschaftliche Begleitung. Schon vor Beginn werden Menschen befragt, die die Strecke regelmäßig nutzen. Eine Online-Umfrage richtet sich an Anwohner, Pendler und weitere Verkehrsteilnehmer.
Gefragt wird unter anderem nach der Wahrnehmung der heutigen Verkehrssituation, persönlichen Erfahrungen und dem Sicherheitsgefühl. Die Antworten sollen dokumentieren, welche Probleme aktuell bestehen und welche Veränderungen sich die Nutzer wünschen.
Auch Schülerinnen und Schüler werden einbezogen. Ein eigener Fragebogen erfasst, wie häufig sie mit dem Fahrrad auf der Strecke unterwegs sind, welche Gefahren sie wahrnehmen und warum sie den Abschnitt gegebenenfalls meiden.
Die Befragungen sollen unterschiedliche Perspektiven vor der Markierung festhalten. Während und nach dem Versuch können diese Angaben mit späteren Erfahrungen verglichen werden. So lässt sich bewerten, ob der Schutzstreifen die Sichtbarkeit des Radverkehrs erhöht und das subjektive Sicherheitsgefühl verändert.
Die Verantwortlichen rufen zu einer breiten Teilnahme auf. Je mehr Nutzergruppen ihre Erfahrungen mitteilen, desto aussagekräftiger soll die wissenschaftliche Auswertung des Pilotprojekts werden.
S.Spengler--VB