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Hollywoodlegende Spielberg triumphiert bei Golden Globes
Hollywoodlegende Steven Spielberg ist der große Gewinner der diesjährigen Golden Globes. Der 76-jährige US-Regisseur wurde am Dienstagabend (Ortszeit) in Los Angeles für sein stark autobiografisch geprägtes Werk "Die Fabelmans" mit dem Preis für das beste Drama ausgezeichnet. Außerdem erhielt er die Auszeichnung für die beste Regieleistung. Der Golden Globe für die beste Komödie ging an "The Banshees of Inisherin".
Spielberg dankte bei seiner Ehrung seiner Familie, darunter auch seiner verstorbenen Mutter. "Jeder betrachtet mich als Erfolgsgeschichte", sagte er. "Aber niemand weiß wirklich, wer wir sind, bis wir mutig genug sind, allen zu erzählen, wer wir sind."
"Die Fabelmans" basiert auf Spielbergs Erfahrungen in Kindheit und Jugend. Der Schöpfer von Filmklassikern wie "Der weiße Hai", "E.T." oder "Schindlers Liste" schildert darin die gescheiterte Ehe seiner Eltern, seine Erfahrungen mit antisemitischem Mobbing und seine bescheidenen Anfänge als Regisseur im Teenager-Alter.
"Die Fabelmans" war an den Kinokassen ein Flop, konnte sich bei den Golden Globes aber gegen die kommerziell überaus erfolgreichen Konkurrenten "Avatar 2: Der Weg des Wassers" und "Top Gun: Maverick" durchsetzen.
Die Komödie "The Banshees of Inisherin", die vom Ende einer Männerfreundschaft auf einer entlegenen irischen Insel handelt, wurde nicht nur als bester Film dieser Gattung prämiert. Der Ire Colin Farrell wurde für seine Rolle in dem Film als bester Schauspieler in einer Komödie ausgezeichnet. Außerdem gewann der Drehbuch-Autor von "The Banshees of Inisherin", Martin McDonagh, einen Golden Globe.
Den Preis für den besten Schauspieler in einem Drama gewann Austin Butler für "Elvis". Der US-Schauspieler verkörpert darin die Rock'n'Roll-Legende Elvis Presley.
Auch die australisch-US-amerikanische Schauspielerin Cate Blanchett triumphierte: Sie erhielt für "Tár" den Preis als beste Darstellerin in einem Drama. Blanchett spielt darin eine fiktive Dirigentin der Berliner Philharmoniker. Der Golden Globe für die beste weibliche Darstellerin in einer Komödie ging an die Malaysierin Michelle Yeoh für ihre Rolle in "Everything Everyone All at Once", einem Science-Fiction-Film über parallele Universen.
Enttäuschend verlief der Abend für die deutsche Filmbranche. Der Antikriegsfilm "Im Westen nichts Neues", basierend auf dem Roman von Erich Maria Remarque, ging leer aus. Stattdessen gewann in der Kategorie des besten nicht-englischsprachigen Films "Argentinien, 1985". Der Politthriller aus Argentinien dreht sich um einen historischen Prozess gegen Führungsfiguren der Militärdiktatur in dem südamerikanischen Land.
Die Verleihung der Golden Globes bildet alljährlich den Auftakt der Preisverleihungen im internationalen Filmgeschäft. Vergeben werden die Preise vom Verband der Auslandspresse in Hollywood (HFPA). Im vergangenen Jahr war die Zeremonie angesichts von Vorwürfen der mangelnden Diversität und Korruption nicht im Fernsehen übertragen worden. Nachdem die HFPA in der Folge mehr als hundert nicht-weiße Mitglieder aufnahm, strahlte dieses Jahr der Sender NBC die Verleihung der Golden Globes wieder aus.
N.Fournier--BTB