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IG Metall läutet in Leipzig mit Demonstration aktuelle Tarifrunde ein
Mit einer Kundgebung in Leipzig hat die IG Metall am Samstag die diesjährige Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie eingeläutet. Die Gewerkschaft geht mit Forderungen nach acht Prozent mehr Lohn in die ersten Gespräche in der kommenden Woche und lehnt eine Nullrunde entschieden ab. In der Branche arbeiten etwa 3,8 Millionen Menschen.
IG-Metall-Chef Jörg Hofmann sagte vor den Demonstrierenden in Leipzig, angesichts der hohen Lebenshaltungskosten sei jetzt "nicht die Zeit für Zurückhaltung". "Jetzt ist die Zeit für eine kräftige tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um acht Prozent für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie", sagte er vor den laut Gewerkschaft etwa 2000 Teilnehmenden der Kundgebung weiter.
Der Demonstrationszug war am Morgen am Hauptbahnhof Richtung Innenstadt gestartet. Für Sachsen beginnen die Verhandlungen am kommenden Mittwoch, für Berlin und Brandenburg eine Woche später. Am kommenden Montag starten bereits die Verhandlungen etwa für Niedersachsen. Die Kundgebung in Leipzig war die bundesweit erste Großveranstaltung zur diesjährigen Tarifrunde.
Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hatte eine Nullrunde in der aktuellen Tarifauseinandersetzung gefordert. Die Arbeitgeber verweisen zur Begründung auf "große Herausforderungen und Unsicherheiten" für die Firmen, etwa die Energiekrise, den Ukraine-Krieg und den Rohstoffmangel. Außerdem fehlten Fachkräfte.
Die Bezirksleiterin IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, Irene Schulz, wies das in Leipzig scharf zurück. "Unsere acht Prozent sind nicht nur gerecht, sie sind gut begründet", erklärte sie. Die Gewinne vieler Unternehmen seien hoch und die Auftragsbücher voll. "Eine Nullrunde ist absurd, wenn die Preise hochschnellen und das Leben beinah jeden Tag teurer wird."
O.Bulka--BTB