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Stimmung der deutschen Unternehmen bleibt schlecht
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich weiter eingetrübt. Der vom Münchner Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklimaindex fiel von 88,7 Punkten im Juli auf 88,5 Punkte im August, wie das Ifo am Donnerstag mitteilte. Der Rückgang war zwar nur leicht - die Stimmung ist laut Ifo aber ohnehin schlecht. "Die Wirtschaftsleistung dürfte im dritten Quartal schrumpfen", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest.
Mit den laufenden Geschäften waren die Unternehmen der Umfrage zufolge etwas weniger zufrieden als im Juli. Der Ausblick auf die kommenden Monate blieb laut Ifo nahezu unverändert "deutlich pessimistisch".
Im Verarbeitenden Gewerbe beurteilten die Unternehmen die aktuelle Lage etwas schlechter, ihre Erwartungen dagegen fielen etwas weniger pessimistisch aus. Insbesondere die chemische Industrie - stark abhängig vom Gas - berichtete von großen Problemen, so das Ifo.
Im Dienstleistungssektor verbesserte sich die Stimmung hingegen leicht. Die Erwartungen blieben aber "unverändert pessimistisch". Vor allem das Gastgewerbe erwarte eine merkliche Verschlechterung der Geschäfte.
Im Handel sind die Erwartungen laut Ifo sogar "äußerst pessimistisch". Viele Händler stünden vor einem Dilemma, erläuterte das Ifo. Einerseits belasteten die hohen Inflationsraten ihr Geschäft. Andererseits kämen sie um Preiserhöhungen wegen gestiegener Kosten kaum herum.
Im Bauhauptgewerbe schließlich verbesserte sich das Geschäftsklima. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage etwas besser und der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate wurde etwas weniger.
Für den Geschäftsklimaindex antworten monatlich rund 9000 Unternehmen auf Fragen des Ifo-Instituts. Sie werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate abzugeben.
B.Shevchenko--BTB