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Papst Leo XIV. ruft in Enzyklika zur "Entwaffnung" von Künstlicher Intelligenz auf
Papst Leo XIV. hat in seiner ersten Enzyklika zur Künstlichen Intelligenz zur "Entwaffnung" dieser neuen Technologie aufgerufen und vor "neuen Formen der Sklaverei" durch KI gewarnt. "KI zu entwaffnen bedeutet, sie der Logik des bewaffneten Wettbewerbs zu entziehen", heißt es in dem am Montag veröffentlichten Lehrschreiben "Magnifica Humanitas" des Papstes. Er kritisiert darin "ein Wettrennen um den leistungsfähigsten Algorithmus und die größte Datenbank", um einen "geopolitischen oder kommerziellen Vorsprung" zu erzielen.
"Entwaffnen bedeutet nicht, auf die Technologie zu verzichten, sondern zu verhindern, dass sie den Menschen beherrscht", mahnte der Papst. KI solle "menschenfreundlich", für alle zugänglich und offen für Diskussionen und Debatten sein.
Leo XIV. warnte zudem vor "neuen Formen der Sklaverei" durch KI und den digitalen Wandel. Mehr Effizienz oder Innovation sei keine Rechtfertigung für "eine Kette der Ausbeutung, die absichtlich im Verborgenen gehalten wird". Es müsse auch mehr getan werden, um die Umweltschäden durch KI zu verringern und "unser gemeinsames Haus zu schützen", forderte der Papst.
Das katholische Kirchenoberhaupt rief zudem dazu auf, die Theorie des "gerechten Krieges" zu überwinden, auf die sich etwa die rechtsgerichtete US-Regierung von Präsident Donald Trump bezieht. Trump hatte zuletzt wütend auf Friedensaufrufe des aus den USA stammenden Papstes reagiert und ihm mit Blick auf den Iran vorgeworfen, sich mit einem Land gemein zu machen, "das eine Atomwaffe will". Leo XIV. bezeichnete in der Vergangenheit zudem den Umgang mit Migranten in den USA als "äußerst respektlos" und forderte einen "menschlichen" Umgang.
W.Huber--VB